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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Spitzengespräch: Merkel auf Tuchfühlung zu Bossen

14.03.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-03-15T09:28:57Z 280 158

Spitzengespräch:
Merkel auf Tuchfühlung zu Bossen

München „It’s the economy, stupid“ – dass es im Wahlkampf vor allem auf die Wirtschaft ankommt, wusste schon der frühere US-Präsident Bill Clinton. Auch für Angela Merkel gilt es im Super-Wahljahr 2017 zu wissen, wo aus Sicht der Bosse der Schuh drückt. Kurz vor ihrem Abflug nach Washington, wo sie an diesem Dienstag mit Donald Trump zusammentrifft, eilte die Kanzlerin am Montag nach München zum Spitzengespräch mit der Wirtschaft auf der Handwerksmesse.

Merkel auf Tuchfühlung mit den Bossen, die sich in ihrer Ablehnung gegenüber dem Kurs von SPD-Herausforderer Martin Schulz einig zeigen. Auch wenn das Verhältnis zur Kanzlerin zuletzt abgekühlt war: Plötzlich wird sie wieder zur Hoffnungsträgerin für die Wirtschaft, zur Unterstützerin im Abwehrkampf gegen die Schulz-Pläne.

Entsprechend entspannt war denn auch die Atmosphäre. „Mehr Wirtschaft wagen – das ist ganz wichtig für uns“, bringt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer die Erwartungen der Unternehmen auf den Punkt. Der gemeinsame Forderungskatalog der Wirtschaft, im Vorfeld verabschiedet von Handwerk, DIHK, BDI und BDA, spart das Wahlkampf-Thema soziale Gerechtigkeit vollkommen aus. Vielleicht deshalb, weil die Verbandschefs sicher sind, hier mit der Kanzlerin Seit‘ an Seit‘ zu kämpfen.

Der Vorstoß von Schulz für einen verlängerten Anspruch auf Arbeitslosengeld findet offiziell keine Erwähnung. Verklausuliert geht Merkel aber darauf ein. Man sehe die Erfolge der Agenda 2010, gerade mit Blick auf den Arbeitsmarkt. Die Lage sei im Augenblick gut. Es bestehe jedoch Einigkeit darüber, „dass wir den Blick auf 2025 richten müssen“, stellt Merkel klar.

Für die Wirtschaft geht es in diesem Zusammenhang vor allem um „einen schnellen Infrastrukturausbau“. Glasfaser sei die neue Autobahn. Digitalisierung, berufliche Bildung, ein handlungsfähiges Europa, das nicht zur Gefahr für den deutschen Meisterbrief wird – alles Themen, die für die Wirtschaft derzeit Priorität haben.

Glaubt man Umfragen, setzen Deutschlands Manager weiter auf Merkel. Nur 16 Prozent der Führungskräfte wünschen sich Schulz als Kanzler, 66 Prozent wollen dagegen die Amtsinhaberin, so eine jüngst veröffentlichte Befragung.

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