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METALL „Flexiblen Anteil auf 50 Prozent bringen“

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Hannover/Osnabrück

– Nach dem Düsseldorfer Pilotabschluss für die Metall- und Elektroindustrie – Ergebnis: drei Prozent mehr Lohn und eine variable Einmalzahlung – haben am Montag in den Bezirken Beratungen über eine Übernahme begonnen.

Als erste Bezirke übernahmen Osnabrück-Emsland sowie Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland (Mittelgruppe) gleich am Montag den Abschluss.

Trotz einer generellen Übernahmeempfehlung durch die Gewerkschaftsspitze und Gesamtmetall gab es im Arbeitgeberlager Vorbehalte. Heftige Kritik äußerte gestern auf der Hannover Messe der Maschinenbauverband VDMA. Der Abschluss werde Arbeitsplätze kosten und belaste massiv die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, sagte VDMA-Präsident Dieter Brucklacher.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, räumte in Hannover ein, die Entwicklung werde „unterschiedlich bewertet“. Er freue sich, dass es zu einem Abschluss gekommen sei, aber der werde „teuer“. Zugleich bedeute er jedoch auch den Einstieg in die Flexibilisierung der Löhne und Gehälter durch eine nicht einheitliche Einmalzahlung. Firmen, denen es nicht gut gehe, könnten in Verhandlungen über eine Reduzierung jener „drei Dreizehntel“ der ausgehandelten Lohnerhöhung eintreten, die flexibel gestaltbar seien. Firmen, die gute Erträge erwirtschafteten, sollten auch „die Öffnung nach oben nutzen“. Der flexible Entgelt-Anteil solle eines Tages 50 Prozent erreichen, schlug Thumann vor.

Insgesamt rief der BDI-Präsident dazu auf, „die moderate Lohnpolitik fortzusetzen“. Man dürfe sich „nicht an fünf Millionen Arbeitslose gewöhnen“.

„Eine Flexibilisierung mit Augenmaß als Ergänzung und Vertiefung auf dem Sockel des Flächentarifvertrags ist ein Erfolg versprechendes Modell“, sagte der Hamburger Professor für Industrie- und Betriebssoziologie, Jürgen Prott.


Der IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters verteidigte den Abschluss. „Die Kritik ist weder angemessen noch hat sie einen wirtschaftlichen Hintergrund“, sagte Peters am Montag am Rande der Vorstandstagung der Gewerkschaft in Fulda.

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