Düsseldorf - Bei den Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber in Düsseldorf ein erstes Angebot vorgelegt. Danach sollen die Gehälter der rund 700 000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen um insgesamt 1,2 Prozent steigen. Davon entfallen allerdings 0,3 Prozent auf eine Einmalzahlung. Der Tarifvertrag soll, wie von der Gewerkschaft IG Metall verlangt, für die vergleichsweise kurze Dauer von zwölf Monaten abgeschlossen werden. Die Arbeitnehmervertreter hatten für diesen Zeitraum allerdings ein Lohnplus von fünf Prozent gefordert.

„Mit unserem Angebot berücksichtigen wir die Unsicherheit der konjunkturellen Entwicklung“, sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger. Von „Magerkost für die Beschäftigten zugunsten der Profite“ sprach dagegen IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Weitere Verhandlungen sind geplant. Bundesweit werden rund 3,8 Millionen Menschen nach dem Metall-Flächentarifen bezahlt.