Im Nordwesten - Um die Mobilität der Region nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten, fördert die Metropolregion Nordwest sechs Projekte zum Thema „Mobilität der Zukunft“ mit insgesamt rund 600 000 Euro (Gesamtkosten: fast 1,36 Mio. Euro). Diese hatte der Vorstand der Metropolregion aus 22 Vorschlägen ausgewählt, sagte er am Mittwoch nach der digitalen Vorstandssitzung.
Im Nordwesten - Um die Mobilität der Region nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten, fördert die Metropolregion Nordwest sechs Projekte zum Thema „Mobilität der Zukunft“ mit insgesamt rund 600 000 Euro (Gesamtkosten: fast 1,36 Millionen Euro). Diese Projekte hatte der Vorstand der Metropolregion um den 1. Vorsitzenden Jörg Bensberg, Landrat des Landkreises Ammerland, aus 22 eingereichten Vorschlägen aus der Region Nordwest ausgewählt, wie er am Mittwoch nach der digitalen Vorstandssitzung mitteilte.
Neben der Erarbeitung von konkreten Konzepten und Lösungen „in den von uns geförderten Pilotprojekten“ werde es zudem eines Umdenkens aller gesellschaftlichen Gruppen in Sachen Mobilität bedürfen, betonte Bensberg. Das Thema betreffe in Gesellschaft und Wirtschaft alle Sektoren gleichermaßen. „Es geht um Mobilität im Kopf. Wir werden Teile der bekannten und bewährten Annahmen und Gewohnheiten von Mobilität über Bord werfen müssen, um neue, intelligente Formen der Fortbewegung und des Transports umzusetzen“, sagte der 1. Vorsitzende der Metropolregion Nordwest.
Geld aus Förderfonds
Gefördert werden die besagten Projekte mit jeweils 40 000 bis 190 000 Euro. Die Förderquote beträgt rund 45 Prozent der Gesamtsumme, die für die Vorhaben veranschlagt werden. Das Geld stammt aus dem Förderfonds, den die Länder Bremen und Niedersachsen zu gleichen Teilen für die Metropolregion Nordwest eingerichtet haben und der mit jährlich mindestens 520 000 Euro ausgestattet ist. Für die aktuelle Förderung stünden noch verbliebende und zurückgeflossene finanzielle Mittel aus den Vorjahren zur Verfügung, erklärte ein Sprecher der Metropolregion Nordwest.
Im Projekt „RMS21 – Regionale Machbarkeitsstudie zur besseren Erreichbarkeit der Zentren Bremen, Delmenhorst und Oldenburg in der Metropolregion Nordwest“ wird z.B. das Radwegenetz zwischen den Ober- und Mittelzentren der Region im Hinblick auf das Potenzial für schnelle Radverkehre analysiert. Im Projekt „Wasserstoff in der Landtechnik – Handlungsstrategie und Einstiegsszenarien in der Metropolregion Nordwest“ (Agrotech Valley Forum) soll der Weg zum Aufbau einer auf Wasserstoff basierenden Versorgungsinfrastruktur und Antriebstechnologie für die Landtechnik bis 2030 aufgezeigt werden. Die weiteren Projekte befassen sich u.a. mit der flexiblen Erprobung von E-Lastenrädern, der Konzeption einer regionalen Plattform für Onlinehandel-Logistik, einem unternehmensübergreifenden E-Mobilitätsangebot und attraktiven Radwegeverbindungen für Berufspendler im ländlichen Raum.
Im Projekt „RMS21 – Regionale Machbarkeitsstudie zur besseren Erreichbarkeit der Zentren Bremen, Delmenhorst und Oldenburg in der Metropolregion Nordwest“ (Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen) wird zum Beispiel das Radwegenetz zwischen den Ober- und Mittelzentren der Region im Hinblick auf das Potenzial für schnelle Radverkehre analysiert. Für das Projekt fließen 56 451,03 Euro an Fördergeld (Gesamtkosten: 503 371,82 Euro) seitens der Metropolregion. Die Umsetzung soll ab Ostern dieses Jahres starten und bis Ostern 2023 abgeschlossen sein..
Antrieb mit Wasserstoff
Im Projekt „Wasserstoff in der Landtechnik – Handlungsstrategie und Einstiegsszenarien in der Metropolregion Nordwest“ (Agrotech Valley Forum) soll der Weg zum Aufbau einer auf Wasserstoff basierenden Versorgungsinfrastruktur und Antriebstechnologie für die Landtechnik bis 2030 aufgezeigt werden. Hier würden weitere Querschnittsdisziplinen in der Mobilität wie Energie, Robotik und Künstliche Intelligenz genauer beleuchtet, wie Birgit Honé (SPD), Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Mitglied im Vorstand der Metropolregion Nordwest, ausführte. Es ginge darum, eine breite Wissensbasis aufzubauen. Die Metropolregion Nordwest fördert das Vorhaben mit 40123,75 Euro (Gesamtkosten: 70 373,75 Euro).
Die weiteren Projekte, die gefördert werden, heißen „Lastenradinitiative Metropolregion Nordwest“, „R3 - Resilient, Regional, Retail in der Metropolregion Nordwest“ (Hochschule Bremerhaven/Förderung: 125 679,17 Euro/Gesamtkosten: 181 729,17/Projekt-Zeitraum: Juni 2021 bis Mai 2023), „UMoV – Unternehmensübergreifende Mobilitätscluster in Verden und in der Metropolregion Nordwest“ (Verdener Verkehrsgesellschaft mbH/Förderung: 191 180,50 Euro/Gesamtkosten: 376 083 Euro) und „Attraktive Radwegeverbindungen für Berufspendler im ländlichen Raum der Metropolregion Nordwest“ (Landkreis Osnabrück/Förderung: 74 000 Euro/Gesamtkosten: 95 000 Euro/Projekt-Zeitraum: April 2021 bis Juni 2022): Sie befassen sich unter anderem mit der flexiblen Erprobung von E-Lastenrädern, der Konzeption einer regionalen Plattform für Onlinehandel-Logistik, einem unternehmensübergreifenden E-Mobilitätsangebot (Car-Sharing) und attraktiven Radwegeverbindungen für Berufspendler im ländlichen Raum.
Hintergrund
Die Metropolregion Nordwest (zuvor Bremen-Oldenburg) ist eine von elf deutschen „Europäischen Metropolregionen“. Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Wissenschaft arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung der Region und ihrer Zukunftsfelder, um sie auch im internationalen Wettbewerb stark aufzustellen. 90 Unternehmen aus der Region unterstützen über den Förderverein der Metropolregion dessen Arbeit.
Mitglieder der Metropolregion Nordwest sind die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz, Friesland, Oldenburg, Osnabrück, Osterholz, Vechta, Verden, Wesermarsch, die kreisfreien Städte Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven sowie die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven, die Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, die Oldenburgische IHK, die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum sowie die beiden Bundesländer Bremen und Niedersachsen.
Weitere Informationen, auch zu den geförderten Projekten, unter www.metropolregion-nordwest.de
