Papenburg - Die Meyer Werft in Papenburg steht vor einem neuen Milliarden-Auftrag. Nach Informationen der „Ostfriesen-Zeitung“ und mehrerer italienischer Medien will die US-amerikanische Carnival-Gruppe zwischen 2019 und 2022 insgesamt neun bis zehn neue Kreuzfahrtschiffe bauen lassen. Die Bestellung soll dabei offenbar zu etwa gleichen Teilen von Meyer und der italienischen Fincantieri Werft ausgeführt werden.
Eine Sprecher der Meyer Werft wollte die Angaben am Donnerstag auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Wie diese Zeitung aus Branchenkreisen erfuhr, soll der Auftrag wohl noch in dieser Woche offiziell verkündet werden.
Italienische Medien bezifferten das Auftragsvolumen allein für Fincantieri auf insgesamt 3,6 bis 4 Milliarden Euro. Das würde rund 720 bis 800 Millionen Euro pro Schiff entsprechen. Das Volumen für die Meyer Werft dürfte vermutlich in einer ähnlichen Größenordnung liegen.
Zur Carnival-Gruppe, dem Weltmarktführer in Sachen Kreuzfahrten, gehören unter anderem die italienische Tochter Costa Crociere und die Marke „Aida Cruises“. Nach einem Bericht des Internetportals „www.schiffe-und-kreuzfahrten.de“ soll Fincantieri die Schiffe für Costa bauen, während Meyer neue Kreuzfahrtriesen für Aida beisteuern soll. Auf der Meyer Werft wurde in den vergangenen Jahren der größte Teil der Aida-Flotte gebaut.
