Papenburg - Die Papenburger Meyer Werft und das amerikanische Kreuzfahrtunternehmen Carnival Corporation haben eine Vereinbarung für den Bau eines Kreuzfahrtschiffes unterzeichnet. Das mit Flüssiggas (LNG/liquefied natural gas) betriebene Schiff für P&O Cruises soll 2020 fertig sein, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten.
Zwei weitere Kreuzfahrtschiffe sollen bei dem Unternehmen Meyer Turku in Finnland gebaut werden. Diese beiden LNG-betriebenen Schiffe für Carnival Cruise Line sollen in den Jahren 2020 und 2022 übergeben werden. Der Vereinbarung zufolge wird die ebenfalls zu Meyer gehörende Neptun Werft in Rostock die Maschinenräume für die drei Schiffe liefern.
„Wir setzen somit die langjährige Partnerschaft mit der Carnival Corporation fort und freuen uns auf die Herausforderungen, diese innovativen Schiffe an unseren Standorten in Turku und Papenburg bauen zu dürfen“, sagte Meyer-Geschäftsführer Bernard Meyer.
Die Verträge stehen unter dem Vorbehalt der Finanzierung. Diese werde in den kommenden Monaten abschließend geklärt, sagte der Sprecher der Meyer Werft, Günther Kolbe. Zum Auftragsvolumen machte die Werft keine Angaben.
Die Schiffe sollen ein Volumen von mehr als 180 000 BRZ (Bruttoraumzahl) und Platz für jeweils 5200 Passagiere haben, womit sie zu den größten jemals bei Meyer gebauten Luxuslinern zählen. Der emissionsarme Antrieb mit LNG wird wegen verschärfter Umweltvorschriften zunehmend interessant für die Schifffahrt.
Mit den Aufträgen hätten die Werften langfristig eine gute Perspektive und könnten sich im international stark umkämpften Schiffbaumarkt weiter behaupten, teilte Meyer weiter mit. Das Auftragsbuch der Meyer Werft reiche nun bis ins Jahr 2022.
Am Standort Papenburg mit seinen 3300 Beschäftigten stehen nach Werftangangaben inklusive des neuen Schiffes nun Aufträge und Vereinbarungen für 13 Kreuzfahrtschiffe in den Büchern, teilte der Werft-Sprecher mit. Am Standort Turku mit rund 1550 Beschäftigten seien es nun sieben.
