Die Papenburger Meyer Werft hat einen Neubau der beschädigten Emsbrücke im ostfriesischen Weener vorgeschlagen. „Ein Neubau wäre eine historische Chance“, sagte Werftchef Bernard Meyer am Mittwoch in Weener. Eine moderne Konstruktion könne den Schiffsverkehr auf der Ems erleichtern und den Aufwand bei Überführungen von Schiffsneubauten reduzieren, sagte Meyer unter Hinweis auf die 4200 Beschäftigten bei der Werft und in der Hafenwirtschaft in Papenburg. Bahnchef Rüdiger Grube und Staatssekretärin Daniela Behrens aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium hatten zuvor einen Vorfinanzierungsvertrag unterzeichnet. Das Land gibt der Bahn einen zinslosen Kredit von 30 Millionen Euro zur Wiederherstellung der Brücke. Spätestens 2021 soll die längste Eisenbahn-Klappbrücke Deutschlands an der Bahnstrecke Groningen-Leer wieder in Betrieb sein. Im Dezember 2015 war ein Schiff gegen die Brücke gekracht.