Papenburg - Die Papenburger Meyer Werft will die fristlose Kündigung ihres Betriebsratsvorsitzenden Ibrahim Ergin vor Gericht durchsetzen. Seit Freitag liegt beim Arbeitsgericht Lingen der Antrag auf ein sogenanntes Zustimmungsverfahren vor, wie ein Gerichtssprecher jetzt bestätigte.
Wie berichtet, wirft die Geschäftsleitung Ergin Nötigung vor. Er soll mehrere junge Mitarbeiter in den Jahren 2011 bis 2013 dazu gedrängt haben, in die IG Metall einzutreten. Ergin weist die Vorwürfe zurück.
Zugleich ging die Werftleitung jetzt wieder einen Schritt auf die Arbeitnehmerseite zu. In einem am Montag veröffentlichten Aushang schlägt sie dem Betriebsrat ein Vermittlungsgespräch mit Unterstützung durch einen externen Mediator vor. Der Betriebsrat will das Angebot annehmen, besteht aber darauf, dass an der Unterredung auch Ergin teilnimmt.
