Redmond - Microsoft stellt nun auch Smartphones her. Der Software-Konzern schloss am Freitag die mehr als 5,4 Milliarden Euro schwere Übernahme von Nokias Handygeschäft ab. „Die Fähigkeiten im mobilen Bereich, die Nokia einbringt, werden unseren Wandel vorantreiben“, erklärte Konzernchef Satya Nadella am Firmensitz in Redmond.

Schon heute laufen die Lumia-Smartphones von Nokia mit dem Betriebssystem Windows Phone von Microsoft. Mit dem Kauf wechseln 25 000 Nokia-Mitarbeiter unter das Dach von Microsoft. Nadella setzt auf mobile Dienste und das Geschäft mit Datenspeicherung in der Cloud, um Microsoft unabhängiger vom PC-Geschäft zu machen.

Der Wandel hinterlässt aber Spuren in der Bilanz. Der Konzern verdiente im dritten Quartal von Januar bis März knapp 5,7 Milliarden Dollar (4,1 Mrd. Euro). Das waren sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte nahezu bei 20,4 Milliarden Dollar.