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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Milchkontor setzt auf Export

18.06.2014

Bremen Das Deutsche Milchkontor (DMK/Everswinkel) befindet sich dank starker Exporte und höherer Milchpreises auf Wachstumskurs. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 konnte Deutschlands größtes Molkereiunternehmen den Umsatz um 19,6 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro steigern, wie die Geschäftsführung am Dienstag in Bremen mitteilte. Der Jahresüberschuss stieg von 20,4 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 51,7 Millionen Euro.

Einen Anstieg gab es auch bei der Milchmenge. Die rund 9400 (Vorjahr: 9800) genossenschaftlich organisierten Milcherzeuger lieferten 2013 etwa 6,7 Milliarden Kilogramm Rohmilch (2012: 6,6 Milliarden). „Wir sind zufrieden“, meinte DMK-Finanzchef Volkmar Taucher. „Vieles ist planmäßig gelaufen.“

Immer wichtiger wird für das Unternehmen, das 2011 aus der Fusion der Genossenschaften Nordmilch (Bremen) und Humana (Everswinkel) entstanden ist, der Export. 2013 nahm der Anteil der Ausfuhren am Gesamtumsatz auf 44,5 Prozent (2012: 37,5) zu. Eine Entwicklung, die aus Sicht der Geschäftsführung anhalten wird. „Die Milchmengen werden weiter steigen“, prognostizierte Dr. Josef Schwaiger, Sprecher der Geschäftsführung. Da der Absatz in Deutschland und Europa weitgehend stagniere, sei es notwendig, verstärkt Märkte außerhalb Europas zu erschließen.

Vertriebsgeschäftsführer Michael Feller kündigte eine weitere Expansion an und nannte als Schwerpunkte unter anderem Russland, Polen, Südostasien und China. Auch Afrika sieht DMK als „Markt der Zukunft“ an. Dabei sei es nicht das vordringliche Ziel „Menge zu bolzen“ (Feller) sondern „Marken zu etablieren“. Mit der Marke „Oldenburger“ habe DMK etwa im Ausland schon eine hohe Akzeptanz erreicht.

Zufrieden zeigte sich die DMK-Geschäftsführung auch mit der Entwicklung des Milchauszahlungspreises, der 2013 auf durchschnittlich 37,4 Cent je Kilogramm gestiegen sei – plus 19 Prozent. In den ersten Monaten des laufenden Jahres habe der positive Trend angehalten, so dass der Auszahlungspreis auf 39,3 Cent weiter geklettert sei. Für das Gesamtjahr 2014 rechnet Schwaiger mit einem durchschnittlichen Auszahlungspreis von rund 38 Cent.

Auch bei anderen wichtigen Kennzahlen sieht sich die DMK-Geschäftsführung für das laufende Jahr auf Kurs. Der Umsatz legte zwischen Januar und April im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro zu, der Gewinn stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 16 Millionen auf 41 Millionen Euro.

„Wir wollen zügig, aber nicht hysterisch wachsen“, gab Taucher die Marschroute vor. Für das Gesamtjahr 2014 erwartet die DMK-Geschäftsführung einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro und einen Gewinn von rund 50 Millionen Euro.

Im Inland will DMK (2013: 7158 Mitarbeiter) nach Schwaigers Angaben die Konsolidierung und Modernisierung der Produktionsstandorte weiter vorantreiben. So werde in Zeven gerade für rund 70 Millionen Euro eine neue Anlage zur Produktion von Milchpulver gebaut. Und in Georgsmarienhütte (Kreis Osnabrück) investiert DMK rund 30 Millionen Euro in eine zweite Käse-Linie, die im November 2014 in Betrieb gehen soll.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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