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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Milchkontor setzt auf mehr Käse

20.06.2012

MüNSTER Deutschlands größtes Molkerei-Unternehmen, das Deutsche Milchkontor, will zu einem der führenden Käseproduzenten der Welt aufsteigen. „Käse ist bereits ein Schwerpunkt unseres Hauses“, sagte Finanzchef Volkmar Taucher am Dienstag in Münster. Fast ein Drittel des Umsatzes mache das Unternehmen damit. Dieses Segment wolle das DMK weiter stark ausbauen. Allein in Europa gibt es laut Taucher aber mindestens zwei Anbieter, die noch größer sind. Käseprodukte bieten Milchbauern deutlich bessere Margen als Trinkmilch.

Der Anteil der Exporte am Umsatz soll von acht auf 20 Prozent wachsen. Voraussetzung sei, möglichst viel Milch als Pulver oder H-Milch haltbar zu machen, sagte DMK-Chef Josef Schwaiger.

Das Deutsche Milchkontor sieht unter anderem in Schwellenländern attraktive Chancen. Das Unternehmen will mehr Babynahrung für die vielen Millionen Kinder in China und dem arabischen Raum liefern. „Babynahrung ist ein enormer Wachstumsmarkt – wenn auch nicht in Deutschland und der EU“, erläuterte Schwaiger. „Es werden jährlich 78 Millionen Kinder geboren. Das sind Kunden für zwei Jahre.“ China, Nordafrika und Russland seien wichtige Regionen. Religiöse Gesetze würden bei der Pulver-Herstellung beachtet. „Wir machen bereits Babyprodukte, die koscher oder halal sind. Wir haben an 200 Tagen im Jahr Prüfer im Haus, vom Chemiker bis zum Rabbiner.“

Die Genossenschaften Humana und Nordmilch hatten ihr operatives Geschäft im vergangenen Jahr verschmolzen. Im ersten Jahr des Zusammenschlusses wuchs der Umsatz im Vergleich zu den letzten Erlösen der Vorgängerfirmen um mehr als zehn Prozent auf 4,6 Milliarden Euro.

Die Milchbauern erhielten zugleich etwas mehr für ihre Ware: Der durchschnittliche Literpreis stieg um vier Cent auf 34,19 Cent.

Ein Jahr nach der Fusion sei ein Großteil der Integrationsarbeit abgeschlossen. DMK fokussiere sich „nun noch stärker auf das Heben der Synergieeffekte“, hieß es. Dem „Werksstrukturkonzept“ fällt – wie berichtet – trotz der Proteste der Betroffenen und in der Region auch der Standort Strückhausen (Wesermarsch) zum Opfer.

Rationalisiert wird auch die Basis des DMK. Aus dem zwei Genossenschaften – Humana Milchunion eG und Nordmilch eG – soll nur noch eine werden. An diesem Mittwoch sollen die Vertreter der rund 11 000 aktiven Milcherzeuger darüber abstimmen.

Wichtigster Standort im Raum Oldenburger Land/Ostfriesland ist und bleibt Edewecht (Ammerland). In der größten Käserei Europas verarbeiten 550 Mitarbeiter jährlich rund eine Milliarde Kilogramm Rohmilch zu 113 000 Tonnen Schnittkäse, 30 000 Tonnen Butter und 62 000 Tonnen Molkenpulver.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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