Strückhausen - Der traditionsreiche, aber mehrfach stark gefährdete Standort Strückhausen (Kreis Wesermarsch) des Molkereiriesen DMK (Everswinkel) wird deutlich aufgewertet: Das Unternehmen habe Grundstück und Gebäude in Strückhausen wieder zu 100 Prozent in eigenen Besitz übernommen und werde die Kapazitäten „nachhaltig ausbauen“, bestätigte DMK-Pressesprecher Hermann Cordes am Donnerstag auf Anfrage entsprechende Informationen dieser Zeitung.

„Der Standort ist für die Zukunft gesichert“, sagte Cordes. Die Mitarbeiter seien am Donnerstagnachmittag per Aushang über die Entwicklung informiert worden.

Demnach sind „Investitionen in Millionenhöhe“ geplant. Zurzeit sind in Strückhausen rund 67 Beschäftigte tätig. Einschließlich der Milchfahrer sind es rund 105.

Wie mehrfach berichtet, hat der Standort Strückhausen – Ursprung der Marke „Botterbloom“ – eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Noch 2012 gingen konkrete Schließungsängste um.

DMK (Deutsches Milchkontor) kündigte nun auf Anfrage an, dass Strückhausen konkret „zu einer weiteren Produktionsstätte für Spezialprodukte im Bereich Milchpulver“ werden soll. Damit hat DMK Exporte im Visier.


Nähere Angabe zur Höhe der Investitionen und zum Zeithorizont konnte der Sprecher noch nicht machen. Als einen Hintergrund der Pläne nannte er die regional vorhandene Milch. Dies sei in anderen Regionen des Geschäftsgebietes nicht so gesichert.

In Strückhausen, einst ein großes Eis-Werk, betreibt DMK zurzeit bereits Milchpulvertürme. Dort wird Standard-Milchpulver produziert, Ebenfalls auf dem Gelände tätig ist eine weitere Firma (Dairy Pack Europe) mit zwei Mitarbeitern, die Milchpulver in Dosen abfüllen. Dies werde auch weiter geschehen. Aber die Anteile an den Immobilien sind nun vollständig bei DMK.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)