Hannover/Berlin - Der Milchpreis fällt immer weiter. Molkereien zahlten den Bauern heute pro Kilogramm Milch zwischen 17 Cent in Norddeutschland und 29 Cent in Bayern, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), Romuald Schaber, am Dienstag der NWZ .

„Wir brauchen Anreize, um die Milchmenge in der Krise zu reduzieren“, forderte Schaber. „Dafür fordern wir 30 Cent Entschädigung für jeden nicht produzierten Liter Milch. Diejenigen, die freiwillig reduzieren, hätten damit keinen Verlust“, sagte er.

Gegenüber der NWZ  forderte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) eine Drossel-Prämie für Milchbauern: „Wie Frankreich plädiere ich für einen Drossel-Bonus: Molkereien zahlen mehr für eine reduzierte Milchmenge – und der Staat gibt noch etwas oben drauf.“

Die Bundesregierung will den Milchbauern mit einem zweistelligen Millionenbetrag helfen, über den Ende Mai bei einem Milchgipfel gesprochen werden soll. Der stellvertretende Landvolkvorsitzende in Niedersachsen, Albert Schulte to Brinke, fordert, aktuelle Hilfe an die Erzeuger sollten vorrangig auf die Sicherung der Liquidität zielen und auch Bürgschaften mit beinhalten.