NWZ
: „Hude bleibt für uns erste Wahl. Wir arbeiten weiter vertrauensvoll zusammen.“Von der LVN ist Hude vor rund eineinhalb Jahren als „Kuhpol“-Standort auserkoren worden, um der „Schwarzbunten“ durch das mit 3,6 Millionen Euro kalkulierte Projekt ein Denkmal zu setzen. Mit der im Januar 2009 in Berlin erteilten Zusage wurde eine zweijährige Optionszeit gewährt, innerhalb derer das von der Gemeinde vorgelegte Konzept umgesetzt werden sollte. Bürgermeister Axel Jahnz glaubt allerdings nicht, dass in den nächsten Monaten noch nennenswerte Fortschritte erzielt werden können. „Wir können eine Fläche zur Verfügung stellen, aber nicht selber investieren. Potenzielle Geldgeber halten sich im Moment zurück – ich sehe da zurzeit niemanden“, sagte Jahnz, der die „Kuhpol“-Realisierungschancen „ehrlicherweise“ als gering einstuft. „Wir kommen nicht voran“, räumt Hudes Bürgermeister ein, der indes auch keinen Hehl daraus macht, dass für ihn das Erledigen von Pflichtaufgaben und der soziale Sektor Priorität haben.
Für Kristine Kindler ist es dennoch kein Thema, den Stab an eine der beiden anderen Kommunen, die im Standort-Wettbewerb mit Hude konkurriert hatten, weiterzureichen. „Wir sind hoffnungsvoll, dass wir es mit Hude schaffen, wissen aber, dass es schwer wird.“ Um den zeitlichen Druck zu nehmen, will die Landesvereinigung die Optionsfrist fallen lassen. „Eine Verlängerung ist kein Problem“, betonte Kindler. Die Umsetzung verlange angesichts leerer Kassen einen langen Atem: „Das Projekt ist nicht tot.“
Um Abstimmungsprobleme zu beheben, kündigt die LVN-Geschäftsführerin an, sich mit der Gemeinde und den Architekten Lars Beckmann und Philipp Wiechern an einen Tisch setzen zu wollen. Kindler stimmt der Gemeinde zu, die Änderungen am „Kuhpol“-Entwurf für unabdingbar hält. „Ohne Lockerungen wird es keine Realisierung geben“, stellt Bürgermeister Axel Jahnz klar. Dazu seien die Architekten bislang aber eine Stellungnahme schuldig geblieben.
Jahnz will weiter für das Projekt werben. Nachdem es bisher nicht möglich gewesen war, Fördermittel zu erlangen, hofft er nun auf die Unterstützung der neuen Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen: „Sie kommt ja aus dem Landkreis und weiß, was das Projekt für die Gemeinde Hude bringen würde.“
