Oldenburg/Leer - Gute Nachricht für die Landkreise und kreisfreien Städte im Nordwesten: Der EWE-Verband, bei dem die Anteile von 21 Gebietskörperschaften zwischen Elbe und Ems gebündelt sind, will rund 60 Millionen Euro an seine Mitglieder ausschütten – wie im Vorjahr. Somit würde auch, wie erwartet, den Kassenchefs der gleiche Betrag im Haushalt zur Verfügung stehen. Das wurde am Freitag bei einer Verbandsversammlung in Oldenburg bekannt.

Der Betrag ist im Wesentlichen aus der Dividende gespeist, die die EWE AG ausschüttet. Hier wird angenommen, dass Sie voraussichtlich erneut insgesamt etwa 82 Millionen Euro betragen dürfte. Zudem spielen beim Verband Faktoren wie Zinseinnahmen oder -aufwand eine Rolle.

Nicht nur der Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverband (EWE-Verband/Anteil 74 Prozent) profitiert von der EWE-Dividende. Ein Teil der Dividende fließt auch an EnBW als weiteren Großaktionär (26 Prozent).

Künftig allerdings hält EnBW nur noch 6 %, denn 20 % werden aktuell zurück nach Oldenburg geholt. EWE sucht, wie berichtet, einen neuen strategischen Partner, nachdem sich die Erwartungen mit EnBW nicht erfüllt hatten.

Die erfolgte Anteilsreduzierung hat Folgen für die Verteilung der Sitze im EWE-Aufsichtsrat. Neu in das Gremium berufen wurden Beatrix Kuhl (Bürgermeisterin von Leer) und Peter Bohlmann (Landrat Landkreis Verden). EnBW ist mit Vorstandschef Frank Mastieux vertreten.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)