Hannover/Bremen/Oldenburg - Im Tarifstreit bei der Deutschen Post haben auch Hunderte Zusteller in Niedersachsen und Bremen für Verzögerungen bei den Zustellungen zum Osterfest gesorgt. Mehr als 1500 Beschäftigte in 80 Zustellbezirken seien im Brief- und Paketbereich in den Warnstreik getreten, teilte die Gewerkschaft „Verdi“ am Mittwoch mit.
In Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Oldenburg und Bremen waren den Angaben zufolge mehr als drei Millionen Briefe und gut 100 000 Pakete betroffen. „Der Postarbeitgeber trägt alleine die Verantwortung für diese Unannehmlichkeiten“, hieß es in einer Mitteilung.
Während die Gewerkschaft von bundesweit mehr als 10 000 Beschäftigten sprach, die sich am Ausstand beteiligten, nannte die Post eine Zahl von 7500. Die Warnstreiks sollen bis zum Donnerstagabend fortgesetzt werden. Wo genau – das war am Mittwoch noch offen. Am Mittwoch war der Norden ein Schwerpunkt. Fest steht zumindest laut „Verdi“, dass auch Niedersachsen am Donnerstag erneut betroffen ist.
Während „Verdi“ von Verzögerung und zu späten Lieferungen für das Osterfest sprach, sagte der Betriebschef der Deutschen Post, Uwe Brinks: „Ich rechne damit, dass alle Sendungen ihre Empfänger bis Ostern erreichen werden.“
„Verdi“ kämpft bei der Post für Arbeitszeitverkürzungen von 38,5 auf 36 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich für die 140 000 tariflich bezahlten Mitarbeiter des Unternehmens. Die Ausgliederung von Beschäftigten in Regionalgesellschaften mit geringerer Bezahlung soll verhindert werden. Nächste Verhandlungsrunde ist am 14. April.
