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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„Milram“ bleibt Hauptmarke

22.06.2010

BREMEN Die bewährte Hauptmarke des Nordmilch-Konzerns (Bremen) soll auch nach der für 2011 geplanten Fusion mit Humana (Everswinkel) die gemeinsame Dachmarke bleiben. Das betonte Nordmilch-Vorstandsvorsitzender Josef Schwaiger am Montag bei der Bilanzvorlage in Bremen. Wie berichtet, soll die neue Gesellschaft möglichst zum 1. Januar starten. Man kooperiert in Teilbereichen bereits seit 2005.

„Die Firma wird nicht Nordmilch heißen und nicht Humana“, sagte Schwaiger zu den Spekulationen um den Namen des neuen Molkereiriesen. Es gebe noch keine Entscheidung. Werksschließungen und ein gravierender Arbeitsplatzabbau seien nicht vorgesehen. Geplant seien lediglich Einsparungen in der Verwaltung sowie in einander überschneidenden Abteilungen.

Nordmilch ist bereits der größte deutsche Milchverarbeiter. Zusammen mit Humana entsteht ein Unternehmen mit rund 4 Milliarden Euro Umsatzvolumen und 5000 Mitarbeitern. Damit wird es künftig zu den zehn größten Milchverarbeitern in Europa gehören.

90 Arbeitsgruppen seien bereits gebildet, um alle Bereiche im Vorfeld zu klären. „Wir können uns nicht leisten, dass diese Fusion schief geht.“ Schwaiger geht davon aus, dass das Kartellamt dem Zusammenschluss ohne Auflagen zustimmen wird.

Das Geschäftsjahr 2009 sei ein hartes für Nordmilch gewesen. Trotzdem hat es das Unternehmen mit einem Überschuss von rund 30 Millionen Euro (2008: 20) abgeschlossen. Die Umsatzerlöse sanken wegen niedriger Milchpreise auf 1,8 Milliarden Euro (2008: 2,5 Milliarden). Die Eigenkapitalquote stieg von 25 Prozent in 2008 auf 31 Prozent. „Die finanzielle Situation ist äußerst befriedigend“, sagte Finanzvorstand Volkmar Taucher.

Nordmilch hat im vergangenen Jahr rund vier Milliarden Kilogramm Milch verarbeitet. Das Unternehmen zahlte an die Milcherzeuger nach eigenen Angaben einen durchschnittlichen Preis von 22,88 Cent pro Kilogramm Milch (plus eine Dividende von vier Prozent). Dies habe erstmals über dem Durchschnitt der norddeutschen Vergleichsmolkereien gelegen. Damit scheint Nordmilch zunehmend seine Größenvorteile ausspielen zu können. In früheren Jahren hatte es ständig Restrukturierungen gegeben, die finanziellen Aufwand kosteten: Andere Molkereien zahlten ihren Bauern deutlich mehr. „Die Jahre der Restrukturierung tragen Früchte“, sagte Schwaiger nun.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stieg der Nordmilch-Auszahlungspreis auf 26,60 Cent und lag damit weiter über dem Preis von 14 Vergleichsmolkereien (26,39 Cent). Für 2010 rechnet der Vorstand insgesamt mit festeren Märkten und prognostiziert „steigende Milchpreise für seine Landwirte“.

Nordmilch hat 2500 Mitarbeiter, darunter 116 Auszubildende. Basis der Genossenschaft unter der operativen Gesellschaft sind 7000 Mitglieder (Milchlieferanten).

Zum Nordmilch-Standort in Strückhausen, wo zum Jahresende die Nordeis-Produktion ausläuft sagte Ingo Müller, Direktor Landwirtschaft: „Wir können jetzt damit beginnen, darüber nachzudenken, wie wir die Gebäude mit Produktion füllen können. Das hängt aber auch von Roncadin ab. Wir sind für Gespräche offen.“

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