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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mindestlohn kommt später

26.06.2014

Berlin /Oldenburg /Rechterfeld Der Mindestlohn in der Fleischindustrie wird nicht wie verabredet zum 1. Juli 2014 in Kraft treten. Weil das entsprechende Gesetz noch bürokratische Hürden nehmen muss, lässt sich der Termin „aus zeitlichen und prozessualen Gründen“ nicht halten. Dies bestätigte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums auf Nachfrage der NWZ.

Für die wegen Lohndumping in der Kritik stehenden Unternehmen der Fleischbranche wird der vereinbarte Mindestlohn von 7,75 Euro pro Stunde nach NWZ -Informationen frühestens ab 1. August verpflichtend, möglicherweise erst zum 1. September.

Die PHW-Gruppe (Wiesenhof) aus Rechterfeld kündigte unterdessen auf Nachfrage der NWZ  an, den Lohn trotzdem „wie versprochen“ ab 1. Juli zu zahlen. Geschäftsführer Peter Wesjohann sagte in Rechterfeld (Landkreis Vechta), er hoffe, dass dann mehr Ruhe in die Branche komme.

Matthias Brümmer, Geschäftsführer der zuständigen Gewerkschaft NGG, nennt die Verzögerung „eine Riesen-Schweinerei“ und sieht darin „ein weiteres Indiz, dass auf diese Bundesregierung kein Verlass ist“.

Die Fleischindustrie war massiv in die Kritik geraten, weil zahlreiche Unternehmen ihren Beschäftigten Niedrigstlöhne von zum Teil nur vier, fünf Euro zahlten. Viele Arbeiter stammen aus Osteuropa und waren über sogenannte Werkverträge nur indirekt bei dem jeweiligen Fleischbetrieb angestellt. Der im Januar beschlossene Tarifvertrag sieht nun einen Mindestlohn von zunächst 7,75 Euro vor, der bis Dezember 2016 schrittweise auf 8,75 Euro steigen soll.

Karsten Krogmann Redakteur / Reportage-Redaktion
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