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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Minister Lies wirbt für gläserne Landwirtschaft

14.11.2015

Hannover Wohin fährt in Zukunft der Zug für Niedersachsen, das Agrarland Nummer eins in Deutschland? Einen Einblick lieferte der Nachhaltigkeitskongress „Agrigobal“ der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Handwerkskammer Oldenburg (HWK) auf der Messe „Agritechnica“ in Hannover.

Für Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), der extra die Landtagssitzung unterbrach für die Diskussion mit jungen Landwirten und Jungunternehmern, ist der Weg klar: Absolute Transparenz. „Vom offenen Stall bis zur Ladentheke“, warb Lies um eine gläserne Ernährungswirtschaft als Partner für die Verbraucher.

Den Menschen müsse erklärt werden, wie Lebensmittel hergestellt würden, sagte Lies. „Die Realität“ sei wichtig, sparte der Wirtschaftsminister nicht mit einem Seitenhieb auf manche Werbung und deren Folgen: Während deutsche Produkte im Ausland hoch geschätzt würden, sei der Verbraucher in Deutschland deutlich kritischer.

Auch Claus Schmoldt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft junger Landwirte aus Stade, warb um absolute Offenheit und einen Imagewandel. Auch Bauern gehe es „um gesunde Tiere und Verantwortung, nicht um die dicksten Traktoren“. Schmoldt sieht die Landwirte „nicht nur als Erzeuger der Nahrungsmittel in der Pflicht, sondern auch für die Natur sowie für umweltschonende und ethisch vertretbare Herstellungsverfahren“.

Gutes tun – nicht immer werden beste Absichten entsprechend honoriert. Lebensmittelexperte Frank Thiedig vom Handelsriesen Edeka lieferte dazu ein sehr eindrucksvolles Beispiel aus der Praxis. Die Realität zeige, dass es eine sogenannte „Verhaltenslücke“ gebe. „Die Menschen handeln anders als sie es eigentlich von sich selbst erwarten“, sagte Thiedig. So habe die Initiative „Tierwohl“ von Erzeugern, Lebensmittelindustrie und Handel gezeigt, dass der höhere Preis den Verbraucher abschrecke und rund 30 Prozent weniger verkauft als angeboten wurde.

Regiert also auf Dauer billig? Eine spannende Frage für den CDU-Landtagsabgeordneten und Wirtschaftsexperten Dirk Toepffer. Der Hobbyzüchter seltener Rinder ließ die Antwort offen. Der Verbraucher werde entscheiden.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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