MINSEN - Minsen-Förrien hat im vergangenen Jahr bei den Übernachtungen ein Plus von 2,6 Prozent verzeichnet – und das trotz schlechter Wirtschaftslage, gestiegener Lebenshaltungskosten und immer härteren Wettbewerbs im Tourismusgewerbe. Das berichtete die Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Minsen-Förrien, Lisa Schütte, bei der Jahreshauptversammlung.

Zugleich gestand sie, dass sie noch nie so viel Wäsche gewaschen habe: Der Trend zum Kurzurlaub ist auch in Minsen-Förrien zu spüren. Außerdem seien die Gäste anspruchsvoller geworden und suchten vor allem Ruhe. Da käme der Slogan auf der Internetseite und der Urlaubsbroschüre des Fremdenverkehrsvereins, die Inga Dieken pflegt, gerade recht: „Minsen-Förrien – Natur pur“.

Ein wenig belustigt stellte Schütte fest, dass der Deutsche Tourismusverband Minsen-Förrien bei einer Untersuchung eine Bewertung von nur 93 Prozent hat zukommen lassen. „Die Prüfer befanden nämlich das spärlich bekleidete Seewiefken als ,nicht kindgerecht‘“, berichtete Schütte. Dagegen hätte Horumersiel-Schillig 95 Prozent und Hooksiel 94 Prozent erreicht.

Schütte bemängelte, dass bei Veranstaltungen Helfer fehlen: „Es sind immer die gleichen, die helfen. Wir brauchen dringend mehr Aktive, um das Vereinsleben aufrecht zu erhalten.“ Daher werde die Zahl der Veranstaltungen von Jahr zu Jahr weniger. Sie schlug vor, einen Arbeitstrupp aufzustellen, der bei den Grillabenden den Auf- und Abbau übernimmt.

Die Geschäftsführerin der Wangerland Touristik (WTG), Ute Draschba, informierte über Aufgaben und Zielsetzung der WTG. Ihr wurde von Lisa Schütte eine Schatztruhe mit Golddukaten und ein Wunschtzettel der Minsener und Förriener überreicht. Neu in den Vorstand als stv. Vorsitzender wurde der Leiter des Nordseehauses Wangerland , Ralf Sinning, gewählt.