Schweiburg - Die älteste Bewohnerin in der Gemeinde Jade, Emma Imken aus Schweiburg, hat am Freitag im kleinen Kreis ihren 100. Geburtstag gefeiert. Sie wurde am 12. September 1914 in Stollhamm geboren, besuchte dort die Schule und war danach in Haushalten tätig.

Ihren Mann Georg Imken heiratete sie 1937. Georg begann 1933 den später weithin bekannten Betrieb „Imken“ an der Bundesstraße aufzubauen. Später kam eine Tankstelle hinzu. Georg verstarb 1997. Der Betrieb fand schnell einen neuen Besitzer.

1968 wurde das Wohnhaus an der Kirchenstraße gebaut, in dem Emma Imken heute noch wohnt. Beim Klönschnack und einer Tasse Tee merkt man schnell, dass sie sich sehr für das Dorfleben und vieles darüber hinaus interessiert. Ihr Lebensmotto spricht für sich: „Man muss sich den Situationen anpassen und damit fertig werden.“

Dass Emma Imken gut mit Geld umgehen kann, ist in Schweiburg bekannt. „Ich habe gelernt, den Groschen dreimal umzudrehen, bevor ich ihn ausgab. Schulden kamen nicht in Frage“, sagt die erstaunlich rüstige Frau. „1933 sollte ich fünf Mark im Monat verdienen. Da bin ich für einige Zeit zu meiner Tante nach Thüringen gezogen. Dort gab es 18 Mark.“ Aktuell wird Emma Imken liebevoll umsorgt von Familienangehörigen, den Nachbarn und Freunden.

Einmal im Monat ist im „Landhaus“ der Klönschnack im Frauen-Kegelverein „Muntere Muttis“ angesagt. Die Jüngsten beim Schnack im Verein sind inzwischen jenseits der 80 Jahre.


Früh ins Bett geht die Jubilarin nicht. „Erst nach 22 Uhr beginnen im Fernsehen die interessanten politischen Sendungen“, sagt sie. Auch die landwirtschaftliche Entwicklung in der Region beschäftigt sie. „Bin mal gespannt, wie das nächste Jahr wird, wenn die Milchquote wegfällt.“