Bösel/Westerloh - Großer Bahnhof am Sonntagmorgen im Böseler Ortsteil Westerloh: Die Museumseisenbahn Friesoythe-Cloppenburg machte Halt am Hof von Josef Vagelpohl. Nicht ohne Grund: Die Fahrgäste in den Waggons waren Mitglieder des Heimatvereins Lüsche. Diese hatten im Februar an der Eröffnungsfeier zum Plattdeutschen Jahr in der Gemeinde Bösel teilgenommen. Dort war die Idee für den Besuch mit der Museumseisenbahn geboren worden. „Damals waren einige aus Lüsche zur Feier nach Bösel kommen“, berichtet Josef Vagelpohl. Er ist gebürtiger Lüscher, ebenso wie seine Ehefrau Gisela. Nach der Feier lud Vagelpohl seine Lüscher Freunde zum Kaffee ein. Am Schluss hieß es dann: „Das kann noch nicht alles gewesen sein, wir kommen wieder.“

Das Versprechen wurde nun eingelöst. Aus den ursprünglich geplanten 20 Teilnehmern wurden dann fast 60. Begrüßt wurden sie vom Vorsitzenden des Böseler Heimatvereins, Gerhard Höffmann. Nach dem Mittagessen, das auf dem Hof Vagelpohl eingenommen wurde, ging es mit dem Bus ins Moor.

Unterwegs stellte Benno Grafe den Gästen die Gemeinde Bösel vor. Im Moor warteten schon Moorgeist Caspar Pleye und Moorfee Margret Menke auf die Gruppe. Nach einigen Ausführungen über das Moor ging es dann ans Praktische: Torfstechen, Stiefelweitwurf, Moorwassertrinken und das Überqueren eines Grabens waren die Aufgaben, die es zu bewältigen galt, um schließlich das Moordiplom zu erlangen. Alle Prüflinge haben übrigens bestanden. Auch der Heimweg wurde mit der Museumseisenbahn zurückgelegt.