Elsfleth/Limache - Von der Hauptstadt Santiago de Chile aus flog Dorothee Wilbertz nach Buenos Aires, wo das Zwischenseminar ihrer Organisation „Die Freunde der Erziehungskunst Rudolph Steiners“ stattfand. In einem Hotel direkt in Zentrum der Stad versammelten sich alle Freiwilligen, die zurzeit in Uruguay, Argentinien und Chile sind.
Dorothee Wilbertz erzählt: In den fünf Tagen tauschten wir unsere Erfahrungen aus. Nach dem Seminar konnte ich endlich meinen ersten Urlaub wahrnehmen und fuhr von Buenos Aires aus 18 Stunden mit dem Bus in die auf der brasilianischen Seite liegende Stadt Foz do Iguaçu, wo ich auf meinen Freund Gustavo und seine Eltern traf. Gustavo und ich hatten uns während seines Austauschjahres, das er 2011/2012 in Brake verbrachte, kennengelernt.
Herrliches Panorama
Drei Tage verbrachten wir dort und schauten uns auch die beeindruckenden Iguaçu-Wasserfälle an. Am ersten Tag gingen wir auf die brasilianische Seite, von wo aus man einen herrlichen Panoramablick über all die kleineren und größeren Fälle hat, da der größte Teil auf der argentinischen Seite liegt. Auch konnten wir mit einem Boot direkt in die Wasserfälle hineinfahren. Am zweiten Tag fuhren wir auf die argentinische Seite und besuchten dort den „Garganta del diablo“ (Teufelsschlund), eine breite Schlucht, durch die das Wasser 700 Meter hinabstürzt.
Am nächsten Tag fuhren wir noch über die Grenze nach Paraguay, um dort einige Sachen einzukaufen. Direkt an der Grenze fand ich es ganz schrecklich. Tausende Menschen aus Argentinien und Brasilien waren gekommen, um günstig einzukaufen: Es war voll, heiß, laut, ungeordnet und schmutzig. Überall gibt es nur Einkaufscenter, Geschäfte, Stände und fliegende Händler, die alle die gleichen Waren anbieten.
Ich war froh, als wir alles erledigt hatten und am Abend im Flieger auf dem einstündigen Flug nach Curitiba saßen, von wo aus wir noch vier Stunden mit dem Auto zu der Insel Florianopolis fuhren. Dort wohnten wir in einem kleinem Apartment der Familie in der Nähe des Strandes. Die Tage entspannten wir am Strand, erkundeten die Insel und aßen fast ausschließlich Fischgerichte. Dazu tranken wir gekühlte Kokosmilch direkt aus Kokosnüssen.
Fahrt nach Rio
Nach ein paar Tagen fuhren Gustavo und ich mit dem Nachtbus in seine Heimatstadt Campinas im Bundesstaat Sao Paulo, während seine Eltern noch ein paar Tage länger in Florianopolis blieben. Von Campinas aus flogen wir dann weiter nach Rio de Janeiro. Dort unternahmen wir meist morgens das Touristenprogramm und besuchten unter anderem das berühmte Wahrzeichen Rios, die große Jesusstatue, und fuhren auf den Berg „Pao de Acucar“, von dem man einen guten Ausblick auf Rio hat.
Die Nachmittage verbrachten wir dann an der berühmten Copacabana oder gingen zum Strand Ipanema. Dort schauten wir uns auf den Felsen den Sonnenuntergang an. Es ist zur Tradition geworden zu applaudieren, wenn die Sonne untergeht. Den Rest meiner Reise schlossen wir mit einem Besuch in Sao Paulo ab.
Das Beste an Brasilien sind übrigens die Obstsäfte, denn die sind meistens frisch hergestellt.
