Vielstedt - Ein Haus, das es in dieser Form im Umkreis von mindestens 150 Kilometern kein zweites Mal gibt, soll es werden. Doch noch steht Wolfgang Denker, Inhaber der Firma BIWO und Bauherr, in einem Becken aus grünem Styropor.
Mit seinem Bauunternehmen möchte er ein Zeichen in der Region setzen und seinen Kunden ein Objekt zum Anfassen bieten. Denn der Zimmereimeister baut Naturbauhäuser. „Anhand dieses Objekts kann man Infos kinderleicht vorführen und mit den Vorurteilen aufräumen, dass verbautes Holz knarrt und Lehm unangenehm riecht“, so Denker. Denn das Gebäude an der Straße „Zum Wendenkamp“ in Vielstedt wird ein Holzrahmenhaus, das komplett mit Lehm ausgebaut ist. Das Ziel des Vorhabens lautet: möglichst wenig Haustechnik und effektive Dämmung. Eine Fernwärmeleitung soll dazu den Neubau mit der Pellet-Heizung seines angrenzenden Wohnhauses verbinden, um die in den Lehmwänden verbauten Wandheizungen und auch die Fußbodenheizung zu versorgen.
Die angekündigte Wärmeschutzverordnung für das Jahr 2020 könne er bei der Einweihung des Neubaus problemlos einhalten, sogar übertreffen, so der Zimmerermeister. Nachdem nun die handbreiten, grünen Styroporplatten, die die Wärmebrücken nach unten verhindern, verlegt sind, ist das Richtfest für Mitte Oktober geplant. Bezugsfertig soll das Naturbauhaus im Februar/März 2016 sein. Dann sollen auf 240 Quadratmetern, verteilt auf zwei Etagen, ein Büro und ein Ausstellungsraum entstehen.
Vorträge sollen dann Schülern und Besuchern die vielfältigen Facetten zum Thema gesundes Leben aufzeigen, so Wolfgang Denker.
