Ganderkesee - Mit kreativer Malerei Menschen zusammenzuführen, ist das Ziel eines Projektes, das vom Verein GanterART angestoßen und mit der regioVHS Ganderkesee-Hude sowie den Delme Werkstätten Ganderkesee umgesetzt wurde. Unter dem Motto „Malen tut gut – Gemeinsam von Anfang an“ sollen behinderte und nicht-behinderte Menschen ab dem 7. Februar über künstlerische Inhalte in Kontakt kommen.

„Jeder Mensch hat Träume und Fantasien“, betont Elke Quednau, die das Angebot leiten wird. Ihr Ziel sei es, die Träume dank der Malerei zu transportieren und miteinander – nicht nebeneinander – zu Papier zu bringen. In der Kunst gebe es keine Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, denn „jeder kann sich vom anderen inspirieren lassen und seiner Kreativität freien Lauf lassen“, so Quednau.

„Durch diesen Malkurs säen wir ein kleines Pflänzchen, das wachsen soll“, sagt Eckhard Eichhorn. Für den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter Hermann Abeln sei die Ausweitung auf spezielle benachteiligte Gruppen der Ansporn gewesen, auf die neuen Partner zuzugehen. „Wir sind damit in offene Türen gerannt“, berichtet Eichhorn.

Das bestätigt Silke Winkler (Sozialer Dienst und stellvertretende Betriebsleiterin der Delme Werkstätten): „Scheu und Berührungsängste sollen durch die Malerei überwunden werden, dafür ist das Projekt ideal.“ Festgelegt seien die Teilnehmer weder auf die Technik noch auf ein Motiv, fügt Elke Quednau hinzu: „Es soll aus dem Gefühl heraus gemalt werden.“ Das Ausleben dieser Kreativität, so Hermann Abeln, „verstärkt die Kraft der Heilung“. Dankbar sind die Initiatoren Harald Meyer, Geschäftsführer von Meyer Technik, der 500 Euro gespendet hat. „Ich war von der Idee begeistert und habe direkt meine Unterstützung zugesagt“, erzählt Meyer.

Damit das Projekt ein Erfolg wird, brauche es auch die Bereitschaft der Menschen ohne Behinderung, sagt Brigitte Witte, Programmbereichsleiterin der regioVHS. „Das fließendende Projekt findet über längere Zeit statt und ist jederzeit offen für jene, die noch mit einsteigen wollen“, betont Witte. Bisher hätten sich drei Beschäftigte aus den Delme-Werkstätten sowie drei Menschen ohne Behinderung angemeldet. Auch Hermann Abeln und Eckhard Eichhorn werden aktiv an dem Malkurs teilnehmen. „Wir suchen aber noch Leute, die Lust haben, über die Malerei Barrieren zu überwinden“, betonen die Organisatoren unisono.