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Schießsport Mit Langeweile zu Hause fängt alles an

Claus Stölting

Gristede - Zu Hause hatte sie sich damals irgendwie gelangweilt, erzählt Inge Eilers. Gemeinsam mit Nachbarin Marianne Buß hat sie dann überlegt, was man machen könnte. Das war 1974 – und ein „Überfall“ auf den damaligen Präsidenten des Schützen- und Heimatvereins Gristede, Hans Behrens, führte später im selben Jahr zur Gründung der Damenabteilung des Vereins. Behrens hatte auf die Anfrage, ob denn auch Frauen im Verein schießen könnten, gesagt: „Wenn ihr mehr als zehn Frauen findet, dann denken wir über eine Damenabteilung nach“.

Mit elf Frauen begonnen

An diesem Freitag, 16. Mai, feiert diese Abteilung im Schützenhaus in Gristede ihr 40-jähriges Bestehen, und die Partner dürfen mitfeiern – beim Spargelessen.

„Mit gerade mal elf Frauen fing es damals an“, erinnert sich Inge Eilers. Bei der Gründung der Abteilung im selben Jahr waren es bereits 25 Frauen, die im Verein mitschießen wollten. Allererste Sportleiterin war Marianne Buß, Inge Eilers ihre Stellvertreterin. Marianne Buß war 1974 auch die erste Schützenkönigin, Ursel Mühlenfeld und Heide Behrens ihre Hofdamen.

Die Liste der Sportleiterinnen wird bis heute klar angeführt von Lore Brunßen, die insgesamt 30 Jahre in diesem Bereich tätig war. Diesen Posten besetzt heute und schon seit 2009 Margje van Berkum – und bei ihr gilt wie seit den Anfängen der Abteilung: „Schießen geht vor“.

Im Schießbetrieb aktiv

Heute hat die Abteilung 61 Mitglieder, von denen gut 35 noch am Schießbetrieb teilnehmen. Sie stellen vier Mannschaften, die Auflage schießen, und zwei Freihand-Teams. Und auch beim Kleinkaliberschießen sind Frauen mit dabei. Und da die Mitglieder der Abteilung sehr treu sind, sind viele der Frauen auch gemeinsam älter geworden. Allein 13 Schützinnen dürfen sich zu den Gründungsmitgliedern zählen, sind von Anfang an dabei. Auch deshalb kamen bei den Ehrungen für langjährige Treue zum Verein auf der letzten Generalversammlung zu Jahresbeginn 970 Jahre zusammen (die NWZ  berichtete): Die Damen steuerten da allein 520 Jahre bei. Damals hatte Schützenpräsident Dieter Warntjen die Damenabteilung wie folgt gelobt: „Sie ist bis heute der Motor des Vereins“.


Spaß auf „Malle“

Inge Eilers vergisst nicht zu erwähnen, dass die Damen auch jährliche Ausflüge unternehmen, beim Wintervergnügen des Vereins mit Sketchen für beste Unterhaltung sorgen – und alle zwei Jahre auch eine dreitägige Tour nur für Frauen organisieren. 2007 ging es da nach „Malle“, wo 20 Schützinnen viel Spaß beim Ballermann 6 hatten, wie Inge Eilers berichtet – ohne da allerdings auf Einzelheiten näher einzugehen. Die Reise nach Mallorca war die einzige, bei der die Frauen wussten, wohin es geht. Normalerweise werden die Dreitages-Ausflüge der Abteilung vom jeweiligen Festausschuss eher als „Tour ins Blaue“ organisiert.

Heute fehlt den Frauen alterstechnisch jedoch die Mitte: „Schützinnen im Alter von 25 bis 40 Jahren wären höchst willkommen“, sagt Margje van Berkum ( t  04403/81229). Die Frauen kommen jeden ersten und dritten Dienstag im Monat von 20 bis 22 Uhr im Schützenhaus zusammen. Dort gilt auch weiterhin: „Schießen geht vor“.

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