Ramsloh - Alles in allem sei 2015 ein gutes Jahr gewesen, resümierte Bürgermeister Hubert Frye beim Neujahrsempfang der Gemeinde im Rathaus. Das gute Grund- und Gewerbesteueraufkommen habe dazu beigetragen, wichtige Maßnahmen umzusetzen.
Der Bürgermeister erinnerte an die Herausgabe der zweiten Auflage des Saterfriesisch-Wörterbuchs von Dr. Marron C. Fort im Februar. Mit finanzieller Unterstützung durch Bund und Land konnte das Buch jetzt digitalisiert werden. Im ersten Quartal 2016 solle dazu ein Online-Übersetzungsmodul sowie eine App vorgestellt werden, kündigte Frye an.
Als eine deutliche Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur bezeichnete Frye die neuen Kreisstraßen K 296 (Scharreler Damm) und K 318 (Am Ostermoor). Diese wurden im Rahmen eines Modells „Öffentlich-Privater Partnerschaft“ (ÖPP) durch den Kreis ausgebaut und am 6. Mai freigegeben. An den Straßen wurden zudem Radwege gebaut. Damit wurde einem langgehegten Wunsch der Anlieger Rechnung getragen.
Wie Frye sagte, gehe mit dem Ausbau aber auch ein Umstufungskonzept einher, welches noch nicht umgesetzt sei. So werde die Gemeinde wohl deutlich mehr Kreisstraßenkilometer in ihre Trägerschaft zu übernehmen haben, als sie Gemeindestraßen an den Kreis abgibt. „16 Kilometer Straße übernehmen wir, fünf Kilometer geben wir ab“, sagte Frye. Dies bedeutet für die Gemeinde mehr Straßenunterhaltungsaufwand.
Der Bürgermeister hob auch die Einweihung der Mensa der Astrid-Lindgren-Grundschule Sedelsberg am 26. Juni hervor. Über die Genehmigung der Landesschulbehörde zur Einführung der Ganztagsschule an der Grundschule Ramsloh konnte man sich am 6. Juli freuen. Wie Frye mitteilte, werde die Mensa vermutlich im ersten Quartal 2016 ihrer Bestimmung übergeben.
Ein großes Ereignis war das 175-jährige Jubiläum der Feuerwehr Ramsloh. Dieses wurde am 4. Juli mit einem Wunschkonzert gefeiert. Ebenso war die Wehr Ausrichter der Kreisfeuerwehrtages, der einen Tag später stattfand.
In Bezug auf die Unterbringung/Betreuung von Flüchtlingen bedankte sich Frye bei allen Helfern und Ehrenamtlichen. Und auch den überarbeiteten Entwurf des Landesraumordnungsprogramms (LROP) sprach er an. Wie berichtet, hatte die Gemeinde kürzlich eine Stellungnahme dazu abgegeben. Unsicherheiten würde nach wie vor das verwendete alte Kartenmaterial bergen. Ebenso seien Dateien, die die Flurstücksgrenzen der betroffenen Gebiete scharf darstellen, vorenthalten worden. Investitionen, die die Torfwirtschaft durch Ankauf von Flächen im Vertrauen auf das 2012 erstellte LROP getätigt hätten, schienen nicht zu interessieren. Frye führte in diesem Zusammenhang das Thema Schadensersatz an und fragte sich, wie die Landesregierung wohl reagieren würde.
