Altenoythe - Jetzt steht es fest: Ab dem 31.01.2017 wird der Vorstand des Caritas-Vereins Altenoythe, Michael Bode, nach 20 Jahren in der Geschäftsleitung in den Ruhestand gehen. Nach dem Ausscheiden von Bode soll es mit einem Duo an der Spitze weitergehen.

„Stefan Sukop als kaufmännischer Leiter und Andreas Wieborg als pädagogische Leiter werden ab dann einen Zwei-Personen-Vorstand bilden“, sagte Edmund Sassen, 1. Vorsitzender des Caritas-Verwaltungsrates, am Freitag bei der Vorstellung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2014. Hierfür wurde bereits im Juli 2015 die Satzung des Vereins geändert. „Wir alle glauben, dass es ein gutes Signal für die Mitarbeiter ist, gleich zwei bekannte Gesichter an der Spitze zu haben, die ihre spezifischen Qualifikationen mit in ihre neuen Posten mit einbauen können“, so der scheidende Vorstand Michael Bode.

Sowohl Stefan Sukop als auch der gebürtige Altenoyther Andreas Wieborg haben in den vergangenen Jahren als besondere Vertreter des Vorstands bereits zunehmend Aufgaben von Michael Bode übernommen und eng mit ihm zusammengearbeitet. Anfang des kommenden Jahres wird der Überleitungsprozess von Michael Bode an seine Nachfolger beginnen.

Positiv blickten die Vorsitzenden auf das Geschäftsjahr 2014. Der Jahresabschluss wies eine Bilanzsumme von 40,2 Millionen Euro aus. Davon zahlt der Verein allein 28 Millionen Euro an Löhnen, Gehältern sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen aus. Rund 1,5 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr für den Unterhalt von 85 Buslinien im Landkreis Cloppenburg investiert. Für Lebensmittel und Getränke wurden rund 816 000 Euro ausgegeben, und für Instandhaltungskosten 695 000 Euro. Da man vornehmlich Dienstleister, Handwerker und Lieferanten aus der näheren Umgebung in Anspruch nehme, sei der Caritas-Verein „ein Wirtschaftsfaktor, der in die Region investiere“, so Heiner Bahlmann vom Verwaltungsrat.

Investiert wurde unter anderem in das Wohnheim St. Ansgar in Friesoythe, dessen Anbau im März 2015 in Betrieb genommen wurde. Noch im Dezember 2015 soll die Sanierung des Altbestandes im Haus St. Ansgar abgeschlossen sein. Auch eine neue Wohngruppe in Ramsloh könnte eröffnet werden.


„Am meisten freut mich aber, dass wir die Jahressonderzahlung, die wir unseren Mitarbeitern 2013 um 20 Prozent kürzen mussten, im vergangenen Jahr komplett auszahlen konnten“, so Sassen.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland