Oldenburg - Mit dem Rad von Oldenburg entlang der Hunte: Das ist einer der Lieblingsradwege von Heiko Ahlers. Es ist ein Radweg von ganz vielen auf der neu überarbeiteten ADFC-Regionalkarte „Oldenburger Land“. ADFC-Mann Ahlers hat mit zehn weiteren ADFC-Mitgliedern die Aktualisierung besorgt und die Karte, die erstmals auf wetterfestem und reißfesten Papier erscheint, am Dienstag im Umwelthaus im PFL vorgestellt.
22 Radfernwege und 21 individuelle Tourenvorschläge für Tages- und Wochenendausflüge von Cloppenburg bis Wilhelmshaven und von Barßel bis Delmenhorst sind auf der Regionalkarte (Maßstab 1:75 000) markiert. Herausgegeben wird sie vom ADFC gemeinsam mit dem Bielefelder Verlag BVA. Im Buchhandel ist sie jetzt für 7,95 Euro (auch beim ADFC) erhältlich.
„Das Besondere ist, dass diese Karte von Radfahrern für Radfahrer gemacht worden ist“, sagt Ahlers. Kein Verlag könne sich ohne die freiwillige Hilfe solcher „Scouts“ diesen Aufwand leisten: „Das ist ein einzigartiges Projekt.“
Ahlers sieht in der Radregion zwar diverse Verbesserungsmöglichkeiten, etwa seitens des Landkreises Wesermarsch oder in Butjadingen bei der Verbindung der Badeorte, „im Vergleich haben wir aber ein Radfahrparadies in Weser-Ems und Oldenburg/Ostfriesland“. Es sei auch „die einzige Region in Europa, die so gut ausgeschildert ist“.
Die Regionalkarte Oldenburger Land beschreibt – nach der subjektiven Einschätzung der ADFC’ler – auch Wegequalität, Verkehrsbelastung und viele Sehenswürdigkeiten, Ausflugslokale, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen.
Die Regionalkarte Oldenburger Land (insgesamt gibt es fast 50 ADFC-Regionalkarten) wird etwa alle drei Jahre überarbeitet und neu herausgegeben. Die Anschlusskarten sind Ostfriesland, Cuxhaven, Bremen und Osnabrücker Land. Außerdem gibt es die ADFC-Radtourenkarten (bundesweit 27), die etwa alle fünf Jahre neu erscheinen. Als zusätzliche Online-Angebote gibt es GPS-Tracks der Themenrouten, Radfernwege und Tourenvorschläge zum Herunterladen für Internet, GPS-Gerät und Smartphone.
Und was schätzt Radweg-Experte Heiko Ahlers nun so am Hunteradweg? „Die Strecke ist verhältnismäßig ruhig und wenig befahren, die Wege sind zwar auch schon mal holprig und sandig, aber es ist sehr erholsam und landschaftlich sehr nett, auch hell und wenig schattig.“ Mit der neuen Radkarte könne diesen und andere Radwege „jeder einfach nachfahren“.
