• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
Landkreis Emsland ruft Katastrophenfall aus
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 1 Minute.

Moorbrand In Meppen
Landkreis Emsland ruft Katastrophenfall aus

NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mit Reparaturservice punkten

04.07.2014

Oldenburg Der stationäre Einzelhandel hat offenbar vor allem dann einen schwierigen Stand gegenüber den Internet-Handelsriesen, wenn er sich auf auf den Preiskampf um einzelne Produkte einlässt: Oft lassen sich im Netz Niedrigpreise finden, die schwer zu schlagen sind. Anders sieht es aus, wenn man Zusatzleistungen anbietet – darunter Änderungen oder Reparaturen, was „online“ schwer umzusetzen, aber für viele Kunden wichtig ist.

Das sei doch einfach „guter Service“, sagt Klaus Schütte, Geschäftsführer beim Schuhhaus Schütte in Oldenburg. Vier Mitarbeiter sind mit Fertigung, Reparaturen oder Veränderungen an Schuhen beschäftigt. So etwas gebe es eben bei den Online-Versendern nicht, sagt Schütte, ganz zu schweigen von den Arbeitsbedingungen dort.

Und so sehen es auch viele andere im stationären Einzelhandel, vor allem alteingesessene Bekleidungshäuser, aber etwa auch Elektronikmärkte, oder Fahrradhändler mit Reparatur- und Einbauservice und andere.

Die Neupositionierung von Händlern in Richtung Reparaturen und anderer Dienstleistungen könnte auch angesichts eines gesellschaftlichen Trends verstärkt punkten: „Viele Menschen entwickeln einen Sinn für Dinge, wollen weg von der Wegwerfgesellschaft“, meint etwa Rolf Knetemann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Einzelhandel Nordwest. Mehr Verbraucher verlangten etwas „Nachhaltiges“, und genau dies seien Produkte, die auch repariert werden könnten. Das könne zum wichtigen Kauf-Entscheidungsfaktor werden.

Das sehen auch Forscher so, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen – wie Professor Niko Paech vom Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg. „Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, anstelle des schnellen Ausrangierens von Produkten deren Pflege und Instandhaltung als Geschäftsfeld zu entwickeln.“ Und der Experte sieht hier Chancen: „Ein vor Ort verfügbarer Reparatur- oder Änderungsservice kann Kunden binden, denn dergleichen gibt’s im Internet nicht.“

Paech gibt auch zu bedenken: „Zukünftige Finanz- und Ressourcenkrisen könnten dafür sorgen, dass viele Menschen nicht mehr so oft neue Sachen kaufen können. Dann rechnet sich das Motto: Reparieren statt produzieren!“

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.