Aperberg/Barßel - Ein Brot beim Bäcker zu kaufen ist einfach. Das Brot herzustellen war vor 200 Jahren allerdings harte Arbeit. Schon das Kornmähen war mühselig. Damit dies nicht in Vergessenheit gerät und man einen Blick in das Leben der Menschen von damals bekommt, veranstaltete der Verein für Heimat- und Brauchtumspflege Aperberg am Wochenende wieder das Kornmähen. Es war bereits die 27. Auflage, die der Verein auf die Beine gestellt hatte. Das traditionelle Kornmähen in Aperberg hat sich mittlerweile zu einem großen Familienfest entwickelt.
Ob Sense oder Sichel, Dreschflegel oder Dreschschlitten: Man merkte, wie anstrengend es früher war. Das Schauspiel an der Traubenstraße schauten sich bei strahlendem Sonnenschein Hunderte von Besuchern an. Darunter auch Heiner Siemer, sein Bruder Anton und Klaus Warnken aus Barßelermoor. „Das ist richtig interessant noch einmal zu erleben, wie früher gedroschen und gemäht wurde. Das war damals harte Arbeit auf dem Feld“, so Heiner Siemer.
Beim freiwilligen Arbeitseinsatz war zu beobachten, wie mühselig und schweißtreibend die Arbeit für die Knechte und Mägde früher war. Mit Sense und Sichte mähten die Mitglieder des Vereins unter den Blick der Besucher das Korn ab. Das Ausheben mit der Sichel war damals die Aufgabe der Bauern und Bäuerinnen. Gezeigt wurde die gesamte Ernte vom Mähen bis zum Dreschen.
Mit viel Leidenschaft demonstrierten die Mitglieder des Vereins den Gästen die historischen Maschinen und die Erntegewinnung. Deutlich wurde dabei auch der Wandel in der Landwirtschaft aufgezeigt. Kamen zunächst Pferde zum Einsatz, waren es später große Dreschmaschinen.
Auch das Hockenbinden will gelernt sein. Das demonstrierte der Verein am Wochenende eindrucksvoll den zahlreichen Besuchern. Besonders dicht umlagert war die „Flegelgruppe“. Die Frauen und Männer zeigten, wie das Dreschen mit dem Flegel funktioniert.
