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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mit Windkraft geht es hoch hinaus

02.09.2015

Geestland Mit Stolz denken Dr. Bodo Wilkens und Günter Lammers an die Anfänge der Energiekontor AG zurück. Vor 25 Jahren hatten die beiden damaligen Schulfreunde das Unternehmen in Bremerhaven gegründet. An diesem Tag erzählen sie den Gästen im Repowering-Windpark Flögeln in Geestland (Landkreis Cuxhaven) von der Unternehmensgeschichte, etwa über den ersten Windpark, der 1994 in Misselwarden an der Nordseeküste errichtet wurde, und über Projekte im Ausland – unter anderem in Großbritannien und in Portugal, wo man auch mit eigenen Büros vor Ort vertreten sei.

Eigener Bestand

Mittlerweile betreibt die Energiekontor AG 29 Windparks mit einer Nennleistung von rund 221 Megawatt im eigenen Bestand. Seit der Firmengründung wurden 95 Windparks mit rund 550 Anlagen und einer Gesamtleistung von knapp 760 Megawatt realisiert. Dazu zählen sowohl On- als auch Offshore-Anlagen. Das entspricht nach Angaben der Energiekontor AG einem Investitionsvolumen von über 1,2 Milliarden Euro.

International aktiv

Energiekontor wurde im Jahr 1990 in Bremerhaven gegründet. Das Unternehmen zählt zu den Pionieren in der Branche. Das Kerngeschäft erstreckt sich von der Planung über den Bau bis hin zur Betriebsführung von Windparks im In- und Ausland (Umsatz auf Konzernebene 153,3 Mio. Euro/116 Mitarbeiter).

Vor einigen Jahren wurde das Angebot um den Bereich Solarenergie erweitert. Darüber hinaus betreibt Energiekontor 29 Windparks mit einer Nennleistung von rund 221 Megawatt im eigenen Bestand.

Neben dem Firmensitz in Bremen unterhält Energiekontor Büros in Bremerhaven, Hagen im Bremischen, Aachen, Bernau bei Berlin, Dortmund und Neubrandenburg. Außerdem ist das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in England (Leeds), Schottland (Glasgow) und Portugal (Lissabon) vertreten.

Seit der Firmengründung wurden insgesamt 95 Windparks mit rund 550 Anlagen und einer Gesamtleistung von knapp 760 Megawatt realisiert. Investiert wurden dafür über 1,2 Milliarden Euro.

Auch künftig möchte das Unternehmen weiter wachsen. „Inzwischen werden durch Erneuerbare Energien rund 25 Prozent des deutschen Strombedarfs abgedeckt“, erklärt Lammers. In den 90er Jahren sei das noch anders gewesen. „Der Fokus lag auf anderen Energieträgern, der Ausbau von Atomkraftwerken schien unabänderlich notwendig zu sein“, sagt er.

Mittlerweile habe sich die Effektivität der Windkraftanlagen im Vergleich zum Anfang verzehnfacht, auch in der Region sind mehrere Projekte in Planung – etwa im Hammelwarder Moor (Landkreis Wesermarsch), das allerdings nicht ganz unumstritten ist. „Wir organisieren gemeinsam mit der Stadt Brake Infoveranstaltungen, bei denen Bedenken geäußert und Fragen gestellt werden können“, sagt Lammers. Auch in der Gemeinde Zetel (Landkreis Friesland) und im Landkreis Cuxhaven sollen Windparks entstehen oder repowert werden. „Eine Anlage soll Strom für 2000 bis 3000 Haushalte produzieren“, sagt Lammers.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem sogenannten Repowering. Das bedeutet, dass alte Kraftwerksteile zur Stromerzeugung durch neue Anlagenteile ersetzt werden, wobei Teile der vorhandenen Anlagen weiterverwendet werden – wie beim Repowering-Windpark Flögeln.

Solar ein guter Partner

Die Zukunft der Energiekontor AG liege aber nicht nur im Bereich der Windenergie. „Da sich Wind- und Solarenergie hervorragend ergänzen, haben wir in 2010 das erste Solarprojekt gestartet. Auf dem Sitz des Bremerhavener Innovations- und Gründerzentrums (BRIG) wurde ein Solardach angebracht“, sagt Lammers. Die Speicherung der erzeugten Energie sei eine Herausforderung, der man sich auch in Zukunft widmen möchte, um die produzierte Energie optimal zu nutzen. Zufrieden sind die Vorstandsvorsitzenden Peter Szabo und Günter Eschen auch mit dem Börsenergebnis. Dort ist das Unternehmen seit dem 25. Mai 2000 notiert.

Nun freue man sich auf weitere Herausforderungen. „Frankreich und die Niederlande sind potenzielle neue Märkte“, sagt Szabo. Das Erfolgsgeheimnis sei seit eh und je „gesundes Wirtschaften“, erklärt Eschen.

Sabrina Wendt
Redakteurin
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2042

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