Böen - Am Mittwochabend hat die Firma Graepel mit Hauptsitz in Böen (Löningen) im eigenen Gebäude und mit etwas mehr als 100 Gästen das 125-jährige Bestehen des Unternehmens gefeiert. Unter den Anwesenden war auch der Einkaufsdirektor des US-Unternehmens John Deere, einem der größten Kunden Graepels.
Einen guten Einblick in die Firma bekamen die Gäste schon zu Beginn. Denn um den Veranstaltungsort der Feier zu finden, mussten sie eine Produktionshalle durchschreiten. Somit erfuhren die Besucher mehr über die Arbeitsabläufe.
Lies als Redner
Begleitet von Klavier- und Trompetenklängen, würdigten zahlreiche Redner die Stabilität und Kontinuität des Unternehmens. Ans Mikrofon traten unter anderem Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), Volker Graeff, Einkaufsdirektor für Europa des US-Kunden John Deere, Klaus Mecking, Firmen-Vorstand seit 2001, und Felix Graepel, ein Nachfahre des Firmengründers.
Mecking machte deutlich, dass es heutzutage wenige traditionsreiche mittelständische und zudem derart erfolgreiche Unternehmen in der Bundesrepublik gebe. Verantwortlich dafür sei nach seiner Einschätzung die hervorragende Identifikation der Angestellten mit der Firma.
Anschließend schaute er auf die Ausrichtung der kommenden Jahre. „Lochbleche werden gebraucht, wir sind flexibel am Markt. Die Kundennähe ist von höherer Bedeutung als geringere Logistik- und Qualitätskosten“, stellte er fest.
Minister Lies hatte zu Beginn seiner Ansprache zu berichten, dass auch er eine Graepel-Konstruktion besitze. „Ich habe einen Deutz D 15 zuhause, somit weiß ich, wovon geredet wird“, verblüffte er das Publikum. „Wichtig für mich ist, dass dieses Unternehmen durch gut qualifizierte Mitarbeiter die Wirtschaft in Deutschland voranbringt.“ Graepel stehe beispielhaft für die Produktionsfähigkeit im Land.
Verhältnis sehr gut
Für Graepels wichtigsten Kunden John Deere lobte Graeff das Verhältnis zueinander. Der Einkaufsmanager erklärte, richtige Werte in einem Unternehmen seien das A und O, beispielsweise Qualität, Innovation und Kostenbewusstsein. Solche Merkmale fülle das deutsche Unternehmen aus. Aus diesem Grund hoffe er, dass die Geschäfte weiterhin „anhalten und vertieft werden“.
