„Altenzentrum wird umfangreich renoviert“, NWZ  vom 30. Januar:

Wer die Hygiene-Zustände im Altenheim wegen einer einzigen leeren Desinfektionsmittelflasche, von denen bei Ausbruch der Krankheit Dutzende gefüllt in den Zimmern und auf den Fluren zur Verfügung standen und stehen(...), als unzureichend bezeichnet, handelt fahrlässig. Es ist verantwortungsvoller und nimmt gewiss weniger Zeit in Anspruch, den Mitarbeitern einen entsprechenden Hinweis zu geben als ein anonymes Schreiben zu verfassen. Welcher „verantwortungslose“ Mensch hat denn die Krankheit eingeschleppt? Wer das Altenheim in der letzten Zeit besucht und den durch die Krankheit verursachten Aufwand der Mitarbeiter beobachtet hat, kann diese nur bewundern: Da hätte sich der anonyme Schreiber gut einbringen können. Wahrscheinlich hätte er sich aber auch beschwert, wenn das gewünscht offene Haus zur geschlossenen Anstalt erklärt oder unter Quarantäne gestellt worden wäre.

Man muss als Laie die Verwaltungswege und -entscheidungen in unserem komplizierten Gesundheitssystem nicht unbedingt sofort nachvollziehen können, doch mangelnde Gesprächsbereitschaft kann man der Verwaltung ganz bestimmt nicht vorwerfen. Es ist ärgerlich, wenn die Reparatur des Eingangsbereichs so lange dauert, aber die Bewohner selbst „nehmen es mit Humor“ und helfen jedem, der versucht hat, die Tür zu öffnen. Ihretwegen ist zu wünschen, dass hier mehr Druck gemacht wird. Bei den anstehenden Baumaßnahmen steht nur zu hoffen, dass die „Wohnatmosphäre“ (...) nicht den Brandschutzauflagen zum Opfer fällt.

Heiko Ockenga, Westerstede