Von Klaus-Peter Jordan
Frage:
Seit der Zwangsauflösung der CMA hängt die deutsche Exportförderung für Agrarprodukte in der Luft. Wie lange geht das noch gut?Oltmanns:
Das Loch bei der Exportförderung muss gefüllt werden – so schnell wie möglich. Viele Unternehmen agieren derzeit im luftleeren Raum. Und die Konkurrenz in den anderen Ländern schläft nicht. Ohne eine einheitlich organisierte Exportförderung ist der deutsche Agrarexport mittelfristig nachhaltig gefährdet.Frage:
Mittelständische Unternehmen haben als Antwort „Food – Made in Germany“ gegründet. Mit welchem Konzept?Oltmanns: Unser Konzept heißt „Von Unternehmen für Unternehmen“. Wir sind eine Vereinigung von Unternehmen mit über 170 Mitgliedern und Interessierten und würden diesen gern auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Dienstleistungspakete anbieten, wie z.B. Unterstützung bei der Beteiligung an Auslandsmessen oder von Markterschließungsaktivitäten. Die Organisation wäre extrem schlank – wir wollen keinen Geld fressenden Verwaltungs-Wasserkopf.Frage:
Verbände der Ernährungs- und Agrarindustrie haben nun eine weitere Organisation gegründet. Hat ,,Food – Made in Germany" noch eine Chance oder müssen sie notgedrungen bei der GEFA mitmachen?Oltmanns:
Bei der GEFA handelt es sich um eine integrierte Exportförderung für Nahrungsmittel und Agrarprodukte. Dadurch soll für die Firmen gewährleistet werden, dass ein Austausch über alle Branchen stattfinden kann. Wir versprechen uns durch eine Integration bei GEFA weitere Synergie- und Verstärkungseffekte. Unsere Mitglieder werden Mitte Oktober über eine Zusammenarbeit mit der GEFA entscheiden.Gerrit Oltmanns, Chef von Turm Sahne (Oldenburg) und Vize-Vorsitzender von „Food – Made in Germany“, fordert eine schnelle Einigung über ein Exportförderungs-Konzept.
