Ganderkesee - „Menschen sollten, so wie sie auf die Welt kommen, mit Liebe aus dem Leben begleitet werden.“ – So umreißt Koordinatorin Linda Bahr die Trauerbegleitung beim Hospizkreis Ganderkesee. Der Verein hat inzwischen 166 aktive und passive Mitglieder. Damit hat sich seit der Gründung 2005 die Mitgliederzahl mehr als verdreifacht, erläuterten 1. Vorsitzende Christiane Peikert-Baramsky und 2. Vorsitzender Rainer Heinken bei der Mitgliederversammlung am Montagabend in Ganderkesee.

Die Hauptaufgabe des Hospizkreises sei die Begleitung Sterbender und ihrer Zugehörigen. Im Jahr 2014 gab es insgesamt 39 Begleitungen, berichtete Heinken, daneben eine Vielzahl von Hospizberatungen, auch auf der Palliativstation in Delmenhorst. „Wir sind weiterhin auf der Suche nach neuen Mitgliedern“, erklärte der 2. Vorsitzende. Im Herbst soll für die weitere Ausbildung von Sterbebegleiterinnen und -begleitern ein Vorbereitungskurs stattfinden. Interessenten können sich im Hospizbüro melden.

Auch die Zusammenarbeit und Vernetzung gehöre zu den hospizlichen Aufgaben. Es gebe eine Zusammenarbeit mit umliegenden ambulanten Hospizvereinen sowie mit stationären Einrichtungen, darunter das Hospiz in Falkenburg. Zur Trauerarbeit gehören auch die regelmäßig stattfindenden Trauercafés in Ganderkesee und Bookholzberg und die offene Trauergruppe in Ganderkesee. Hier haben Betroffene Gelegenheit, sich auszutauschen. Geschlossene Trauergruppen gibt es in Elmeloh und in Hude, so Heinken weiter.

Projektarbeit werde im Verein intensiv betrieben. Zum zehnjährigen Bestehen in diesem Jahr bereite ein Projektteam die Veranstaltungen vor. Offene Themenabende sowie die Reihe „Hospiz im Gespräch“ böten Interessierten in Ganderkesee und Hude immer wieder Gelegenheit, sich über Themen zu informieren und mit Betroffenen auszutauschen. Heinken: „Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres war sicherlich die Preisverleihung beim Wettbewerbe „Unbezahlbar und Freiwillig – Niedersachsenpreis für Bürgerengagement“ in Hannover.“ Ministerpräsident Stephan Weil habe in einem persönlichen Gespräch mit den Vereinsvertretern deutlich gemacht, für wie wichtig er die Tätigkeit von ambulanten Hospizeinrichtungen hält.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung im Gemeindehaus stand noch die Wahl des Vorstandes an. Wiedergewählt wurden Chris Peikert-Baramsky als 1. Vorsitzende, Rainer Heinken als zweiter Vorsitzender, Klaus Schramm als Kassenwart und Uta Schultz-Brunn als Schriftführerin. Marlies Pape aus Hude hatte sich aus persönlichen Gründen nicht wieder zur Wahl gestellt. Für sie wurde Andrea Treiber als Beisitzerin in den Vorstand gewählt. Als Kassenprüfer fungieren Barbara Thomé und Peter Felten.