MITTELDEICH - Mit einem interessanten Projekt hat die BUND-Kreisgruppe Familien mit Kindern auf das Feuchtgrünlandschutzgebiet Stollhammer Wisch aufmerksam gemacht. Zum Programm gehörten eine Radtour durch die Wisch und eine Malstunde im Waddenser Pumpwerk, das heute als Aussichtsturm dient.
Am Beginn stand ein kurzer Vortrag von Thomas Garden. Der Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung informierte über das Projekt, bei dem Landwirte sich vertraglich verpflichten, ihre Wiesen weniger intensiv zu bewirtschaften und damit die Aufzucht junger Wiesenvögel um ein Risiko zu vermindern.
Anschließend machten sich die zwölf Erwachsenen und vier Kinder auf den Weg und beobachteten mit Spektiv und Fernglas einige Wiesenvögel und inspizierten ein Kiebitznest aus nächster Nähe. Die Eier lagen mitten auf dem nackten Boden eines Ackers. Der Landwirt hatte die Fläche großzügig abgesteckt, um das Nest beim Säen nicht zu beschädigen. Die Kinder durften die vier Eier sogar anfassen, was die Kiebitz-Eltern mit lautem Zetern kommentierten.
Im Pumpwerk wartete die Seefelder Kunstpädagogin Meike Janßen mit Pinseln und Acrylfarbe sowie Holzbrettern als Malgrund. Die Teilnehmer grundierten die Bretter mit blauer und grüner Farbe und malten anschließend Wiesenvögel und Nester, Wiesenblumen und Gräser.
Bald zierten die Bilder die kahlen Wände des Beobachtungsturms. Die Idee zu der Aktion hatten die Lehrerinnen Erika Mayer und Petra Leifert gehabt. Beim Aufhängen half der Landwirt Ernst-August Abbenseth, der das Wiesenvogelprojekt seit dem Beginn 1994 unterstützt.
