Oldenburg - Ein Junge war der erste Patient, der am Donnerstagvormittag von Prof. Dr. Florian Hoppe in dem neuen OP-Saal des Klinikums operiert wurde. Ehe die Narkose wirkte, unterhielt sich der Zwölfjährige jedoch noch mit dem Direktor der HNO-Klinik über die neue Medizintechnik: nicht nur LED-Leuchten, Endoskope und neueste Beatmungsgeräte, sondern auch ein Decken-Bildschirm, auf dem der Patient Wolken, Meer oder Farbspiele betrachten kann.

Prof. Hoppe und OP-Bereichsleiterin Anne Wähler freuen sich über das Tageslicht in den neuen Räumen. „Bisher liegen unsere Operationsräume im Untergeschoss“, erläutert der Klinikdirektor. Allerdings durfte er am Donnerstag nur die Premiere mit seinem Team in dem neuen OP operieren, denn zunächst werden dort die Kinder-, Allgemein- und Bauchchirurgen arbeiten dürfen. Bei laufendem Betrieb teilen sie sich mit den Orthopäden und Unfallchirurgen die neuen Operationssäle, damit der Zentral-OP im ersten Stock saniert werden kann.

Prof. Hoppe und Privatdozent Dr. Dr. Lei Li, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, hoffen, dass die Arbeiten zügig vorangehen, denn beide freuen sich auf die neuen Räume. Der Kieferchirurg lobt besonders die verbesserte Licht-Ausstattung. Eine dritte OP-Lampe erleichtere ihm plastische Eingriffe außerhalb des Kopfes und des Halses. Durch LED-Licht, bei dem sogar die Farbtemperatur geregelt werden kann, lässt sich Gewebe leichter klassifizieren.

Für Prof. Dr. Andreas Weyland, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, sind die sechs neuen Beatmungsgeräte, die sich frei im Raum bewegen lassen, eine große Verbesserung. „Das ist in der Handhabung viel einfacher.“ Die moderne Medizintechnik überwacht dezidiert alle Werte des Patienten und berechnet anhand dessen die individuelle medikamentöse Versorgung.

OP-Bereichsleiterin Anne Wähler schätzt auch die freundlichere Atmosphäre der Räume und den zusätzlichen Platz. „Bestimmte OP-Abläufe werden erleichtert“, sagt sie und denkt dabei an neue Mikroskope, die das Arbeiten im Hals-, Nasen-, Ohren-Bereich erleichtern. Und davon profitierte mindestens an diesem Donnerstag Prof. Dr. Florian Hoppe, als er seinen ersten Patienten operierte.


Bis zum Jahresende, so erwartet Klinikum-Geschäftsführer Dr. Dirk Tenzer, wird die Sanierung des Zentral-OPs endgültig abgeschlossen sein. Dann verfügen die OP-Teams über 19 modernen Säle.