Westerstede/Kapstadt - Der Möbelkonzern Steinhoff International befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Das Unternehmen, das mittlerweile seinen Sitz in Südafrika hat, konnte jetzt für das Ende Juni endende Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg um 87 Prozent auf 80,4 Milliarden Rand (rund 8 Milliarden Euro) vermelden. Der operative Gewinn des 1964 von Bruno Steinhoff in Westerstede (Ammerland) gegründeten Unternehmens stieg um 48 Prozent auf 8 Milliarden Rand (knapp 800 Millionen Euro).

Hauptgrund für den kräftigen Umsatzanstieg ist neben einem günstigen Wechselkurs des südafrikanischen Rand die milliardenschwere Übernahme der Möbel-Händlers Conforama vom französischen Konzern PPR. Steinhoff profitierte aber auch von der weiterhin robusten Nachfrage im Möbelgeschäft. Steinhoff-Chef Markus Jooste zeigte sich zufrieden mit der gesamten Entwicklung in allen wichtigen Geschäftssparten.

„Steinhoff ist ein solides Unternehmen mit einem robusten Geschäft“, wird Mark Hodgson vom Finanzdienstleister Avior Research in Kapstadt in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zitiert. Die Konzentration auf das Massengeschäft mit billigeren Möbeln mache krisenfest.

Der Konzern deckt mittlerweile die gesamte Wertschöpfungskette im Möbelgeschäft ab. Nach der Conforama-Übernahme gilt Steinhoff (80 000 Mitarbeiter weltweit, Marktkapitalisierung von fast 50 Milliarden Rand) als zweitgrößter Möbelkonzern Europas nach Ikea.

Zurzeit treibt der Konzern Pläne für einen Börsengang des Europageschäfts an einem europäischen Handelsplatz voran. Von solch einem Börsengang erhofft sich Steinhoff Erlöse von 1,5 Milliarden Euro.