Molbergen - „Hier bin ich Mensch – hier darf ich’s sein“ – dieses Zitat von Goethe ziert das Café des Demenzzentrums Molbergen in großen Lettern, und damit eröffnete Ria Hawighorst, Einrichtungsleiterin des Demenzzentrums, auch ihre Rede zu den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Einrichtung. Was vor zehn Jahren inmitten von grünen Wiesen und Wald aufgebaut wurde, steht nun mitten im Leben.
Die Siedlung, die mittlerweile um das Demenzzentrum herum entstanden ist, zeigt „symbolisch, wie wir ein Teil der Gemeinde Molbergen geworden sind“, so Hawighorst. Dem beim damaligen Antritt formulierten Anspruch, mit der Versorgung von schwer- bis schwerst dementiell veränderten Menschen nicht als Konkurrenz, sondern als ergänzendes und entlastendes Angebot aufzutreten, ist die Einrichtung in vollem Umfang gerecht geworden.
Der besondere Dank gilt natürlich insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in all diesen Jahren die Energie, den Teamgeist, den Idealismus und die Herzenswärme eingebracht haben, um diese auch immer wieder schwere psychische Arbeit zu leisten. Einige Mitarbeiter sind von Anfang an dabei und wurden von ihrer Kollegin Dorothea Zwirchmair in einer Dankesrede als „Säulen der Einrichtung“ gelobt. Auch Dr. Sebastian Vaske richtete als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde dankende Worte an die Anwesenden, und Gerrit Bullenkamp, Prokurist der Betreibergesellschaft Wille & Partner GmbH, fasste die vergangenen zehn Jahre im Schnelldurchlauf zusammen: Von der schnellsten Baustelle über den Start mit 70 Pflegeplätzen, die Erweiterung auf 84 Pflegeplätze und den Bau der separaten Tagespflege, um dann einen positiven Ausblick in die Zukunft zu wagen.
Nach dem offiziellen Teil stand das Jubiläumsfest allen offen. Strahlender Sonnenschein zog zahlreiche Gäste an, die von abwechslungsreichen Beiträgen unterhalten wurden: Shanty Chor, Musikverein, Kindertanzgruppe und Drehorgelspieler begeisterten nicht nur Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch deren Angehörigen und alle Freunde des Hauses.
Kulinarisch versorgt wurden die Besucher des Festes mit dem Kuchenbuffet der Landfrauen und den selbsthergestellten Köstlichkeiten der Missionsgruppe Molbergen. Die Kinder amüsierten sich beim Kinderschminken, auf der Hüpfburg oder beim Basteln von Armbändern und Ketten.
Um den in den Reden mehrfach betonten Dank auch Taten folgen zu lassen, klang der Tag mit einem Grillfest nur für die Mitarbeiter aus. Hier wurde dann bis spät in die Nacht hinein gefeiert, getanzt und angestoßen auf viele weitere gemeinsame Jahre.
