Molbergen - Kein Herz für die Umwelt und kein Herz für die Tiere – erneut entsorgten Umweltsünder ihren Müll in der freien Natur in einem kleinen Wäldchen zwischen Molbergen und Ermke. Das große Lebkuchenherz passte nicht einmal ganz in den Müllsack.
„Dass man hier in die fast unberührte Natur fährt, dass man sich auf dem schmalen Grasweg aus dem Wald zurückquält, das will nicht in meinen Kopf. Diesen Abfall hätte man doch viel bequemer zur Deponie bringen können“, erregt sich Jagdpächter Josef Ebben. Immer wieder erleben Ebben und seine Jagdkollegen aus den angrenzenden Revieren zwischen Molbergen, Ermke und Peheim, dass Menschen hierherfahren, um ihre Zivilisationsreste zu entsorgen. Gerade erst mussten die Jäger der Gemeinde Molbergen auf der letzten Hegeringsversammlung das Geweih eines Hirsches ansehen, der sich in Müllresten verfangen hatte. Er konnte sich nicht mehr befreien und verendete. „Das macht sprachlos.“
„Aber es sterben auch Tiere, weil sie sich verletzen oder weil sie Plastik oder andere Reste fressen“, wissen Ebben und seine Hegeringskollegen. Auch Gartenabfälle gehören nicht in die Wälder oder an die Wegränder, da dadurch unter Umständen Pflanzen verbreitet werden, die nicht landschaftstypisch oder sogar schädlich seien, sagt Ebben. Eine Lösung, diesen Umweltfrevlern ihr Tun abzugewöhnen, hat das langjährige Vorstandsmitglied des Molberger Hegerings nicht. „Unsere Schilder ,Müll abladen verboten’ haben eigentlich nichts bewirkt“, sagt er resigniert.
