Brake - Das Wort „Glück“ steht in kleinen Buchstaben auf dem Armband, das Monique Rockel am rechten Handgelenk trägt. Das Schmuckstück hat die 17-jährige Brakerin von der Station der Hannoveraner Klinik geschenkt bekommen, auf der sie zusammen mit ihren Eltern Melanie und Thomas Rockel sechs Wochen und einen Tag lang gelitten, gelacht und gehofft hat. Am Dienstag ist Monique, die im vergangenen Jahr zum dritten Mal in ihrem Leben an Leukämie erkrankt war, nach Hause zurückgekehrt. Das tapfere Mädchen hat den Blutkrebs besiegt.

Ein Taxi fährt am Dienstag um kurz vor 14 Uhr auf die Auffahrt des Hauses der Familie Rockel in Brake (Kreis Wesermarsch). Darin sitzt zusammen mit Vater Thomas Rockel (44) das Mädchen, dessen Schicksal im vergangenen Jahr die gesamte Region bewegt hat. Im November 2013 war bei Monique erneut Leukämie diagnostiziert worden. Im Dezember 2013 hatten sich 2104 Menschen bei einer für Monique organisierten Typisierungsaktion in Brake für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen.

Mitte Januar dann die erlösende Nachricht: Ein Stammzellenspender, Moniques genetischer Zwilling, war gefunden worden. Sechs schwere Wochen in der Hannoveraner Klinik, für die sie noch einmal ihre ganze Kraft aufbringen musste, liegen nun hinter Monique. Jetzt ist sie endlich wieder zuhause, gilt als geheilt.

Einen großen Bahnhof gab es am Dienstag in Brake nicht. Monique ist noch zu anfällig, um mit vielen Menschen in Kontakt kommen zu dürfen. Aber auch die Küsse, die Vater Thomas und Moniques Onkel Michael Rockel ihr herzlich auf die Wange drückten, waren ein wunderbarer Willkommensgruß.