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Vortrag Männer bevorzugen „mittelrunde“ Frauen

Evelyn Eischeid

MOORHAUSEN - Frage: „Was wäre die Welt ohne Männer?“ Die Autorin und Übersetzerin Antje Balters weiß die Antwort: „Die Welt wäre voller dicker, glücklicher Frauen!“ In der Moorhauser Deichschäferei stimmen die Altenhuntorfer Landfrauen dieser Aussage nickend und schmunzelnd zu, obwohl „frau“ genau weiß, so einfach ist das in einer Welt der Frauen und Männer doch nicht.

Frau als Werbeprodukt

„Nur Engel dürfen dick sein“ betitelt Balters ihren Vortrag über Schönheitswahn und wahre Schönheit. In den Medien werde das Werbeprodukt der „perfekten Frau“ verführerisch verpackt, so Balters. Super-Models mit Idealmaßen und Endlosbeinen würden die eigene negative Wahrnehmung stützen. Und das Gefühl nicht schön und nicht begehrt zu sein, lauere wie ein stets präsentes Stehaufmännchen im Hinterkopf.

„Noch vor hundert Jahren existierte ein völlig anderes Frauenbild. Die rundlich wohlgenährte Frau suggerierte Wohlstand, Sinnlichkeit und Fruchtbarkeit. Sie war ein Beweis für den Erfolg ihres Mannes, jeder konnte sehen, er kriegt sie satt“, erklärte die Referentin.

Dieses Frauenbild habe sich in den vergangenen Jahrzehnten radikal verändert: Die „Idealfrau“ habe schmale Hüften, lange Beine, einen vorzeigbaren Busen und hohe Wangenknochen, einen sinnlichen Mund und trage Kleidergröße 32.

Diesem Bild zu entsprechen, sei ab einem bestimmten Alter ohne chirurgische Eingriffe überhaupt nicht möglich, so die Referentin. Dennoch investiere die Pharmaindustrie Millionen in Anti-Aging-Produkte, Schönheitschirurgen verdienten sich eine klassisch geformte goldene Nase und Frauenzeitschriften schürten – auch mit nicht-professionellen Models – das Idealbild der gertenschlanken Frau.


„Wäre Barbie eine echte Frau – sie könnte bei ihren Proportion niemals aufrecht gehen“, verbildlichte Balters ihre Aussagen. Warum also der ständige Stress mit der eigenen Figur, zumal bewiesen wurde, dass Männer eher die „mittelrunde“ Figur bei Frauen bevorzugen?

„Ja“ zur eigenen Person

Antje Balters sieht die negative Selbstwahrnehmung auch in der Jugendzeit begründet: „Wenn die Mutter zur Tochter sagt: ,Für das kurze Kleid sind deine Beine zu dick’, ist das eine Botschaft, die auch im Erwachsenenalter fest im Kopf verankert bleibt. Wir brauchen ein absolutes ,Ja’ zu uns selber. Wir sollten uns nicht über unser Aussehen definieren und die Sternmomente genießen, wenn wir uns trotz Augenringen, Pölsterchen und Falten total okay finden.“

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