MOORRIEM - „Du nimmst das lange Ende, ziehst es unten durch und dann einmal rund umzu.“ – „Häh wie?“ So etwa lief der Abend im Gasthof Bielefeld ab, an dem sich Mitglieder der Moorriemer Landjugend mit der Kunst des Krawattebindens beschäftigte.

Bei dem lustigen Haufen hätte man meinen können, das geschieht alles nur aus Spaß. Aber natürlich hatte das Ganze einen Zweck: An diesem Wochenende brechen einige Mitglieder mit dem Bus auf zur „Grünen Woche“ in Berlin. Vier Tage wollen sie in der Hauptstadt verbringen und sich die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau ansehen.

„An einem Abend müssen die Männer mit Anzug und Krawatte antreten“, sagt Pressewartin Julia Reimers. Das muss aber erst einmal geübt werden. An Beteiligung mangelte es daher an dem Probeabend nicht. Ob direkt von der Arbeit oder von der Fahrschule – die Landjugend war zahlreich vertreten. Zugute kam den Männern der Landjugend, dass eine der Damen im Modehaus Wessels arbeitet und sich mit Krawatten bestens auskennt.

Beim munteren Üben stellten sich tatsächlich einige Naturtalente heraus, die ihren verzweifelten Vereinskollegen gern halfen. „Kein Bauernknoten! Wie sieht das denn aus?“ schimpfte Torsten Wester, Vorsitzender der Landjugend. Er zählte eindeutig zu denen, die das Krawattenbinden schneller lernten. Für Entspannung zwischen der Anspannung sorgte Olga Carstens mit gut gekühlten Getränken.