MOORRIEM - Bäuerin, Mutter und Gastronomin ist Anke Glüsing-Lürßen. Ehrenamtlich leitet sie die Moorriemer Landfrauen.
Von Lydia Zauzich
MOORRIEM - Anke Glüsing-Lüerßen beginnt ihren Tag meistens damit, die Kühe des eigenen landwirtschaftlichen Betriebes zu melken. Neben ihren Tätigkeiten auf dem Hof ist die Powerfrau Mitbetreiberin des Landcafes in Bardenfleth, 1. Vorsitzende des Landfrauenvereins Moorriem, hält Diavorträge über Reisen aus der ganzen Welt und nicht zuletzt ist sie Mutter von zwei Söhnen. Mit ihrem Mann Carsten und den Schwiegereltern lebt sie in Nordermoor auf einem landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb.„Jeden morgen sind hier 130 Kühe zu melken“ berichtet die fleißige Frau. „Des weiteren besitzen wir noch viel Grünland, bauen Mais und Weizen an und produzieren so unser gesamtes Futter selbst“, erzählt Glüsing-Lüerßen. „Auf dem Hof packen alle mit an“, meint Anke Glüsing-Lüerßen und berichtet, dass auch die Schwiegereltern Gerhard und Liesel mithelfen, obwohl die schon Anfang 70 sind.
„Hier gibt es immer was zu tun, egal ob auf dem Hof, im Haus oder im Garten“, berichtet Glüsing-Lüerßen, die kürzlich auch ihre Liebe zum Bauerngarten entdeckt hat. Inspiriert haben sie dazu die vielen Eindrücke unterschiedlichster Gärten aus der ganzen Welt.
„Ich möchte den Frauen auf dem Land die Möglichkeit geben etwas im eigenen Dorf zu machen“, meint sie. Und so organisiert sie nicht nur etliche Aktivitäten der Landfrauen, sondern hat auch das Landcafe mit ins Leben gerufen. „Dies ist sehr gut angenommen und ist besonders am Wochenende immer gut gefüllt, berichtet die Landfrau, die mindestens ein- bis zweimal in der Woche aktiv im Cafe mithilft. Das Landcafe bietet sowohl großen als auch kleinen Künstlern die Möglichkeit ihre Talente zu zeigen.
Wenn Anke Glüsing-Lüerßen noch ein bisschen Platz in ihrem Terminkalender findet, hält sie Vorträge von ihren Reisen aus der ganzen Welt. Denn trotz ihres landwirtschaftlichen Betriebes macht die Familie einmal im Jahr Urlaub. Das Lieblingsreiseziel der Familie ist Schweden. „Ich brauche den Urlaub, um mal raus zu kommen und um Distanz zum Betrieb zu bekommen“, berichtet Glüsing-Lüerßen.
In den ersten Jahren haben dann die Schwiegereltern, die mit auf dem Hof wohnen, die Arbeit komplett übernommen. „Doch da der Betrieb jedoch gewachsen ist und die viele Arbeit nicht mehr allein von den Schwiegereltern zu leisten ist, kommt jetzt noch ein Helfer dazu“, berichtet das Organisationstalent.
Glüsing-Lüerßen sagt, dass gerade Schweden für die Familie einen hohen Erholungswert hat, weil das Klima sehr angenehm ist und die Natur besonders schön ist. „Ein Haus im Wald an einem See oder am Meer, das ist immer noch das Schönste“, schwärmt sie. „Doch irgendwann will man mal was anderes sehen und so hat es uns auch schon nach Hawaii, Kanada, Schottland, Südengland, Ägypten, Irland und Amerika gezogen“, berichtet die Moorriemerin. „Auch dort zieht es uns mehr in ländliche Gebiete und wir legen Wert darauf, zu sehen wie die Leute dort leben“, meint Glüsing-Lüerßen. Damit auch andere etwas von ihren Erlebnissen haben, zeigt die Morriemerin bei Vorträgen Dias und erzählt dazu Geschichten.
Glüsing-Lüerßen meint, dass sich besonders andere Landfrauen gerne in fremde Welten entführen lassen“. Und von den Kontakten auf der ganzen Welt kann ich besonders lange zehren. Einen Traum hat Anke Glüsing- Lüerßen dennoch: „Einen Indian Summer in Neuengland zu erleben, das wäre schon richtig toll.“
