MOORSEE - Bereits am frühen Sonntagvormittag sind zahlreiche Besucher mit ihren Kindern in die Moorseer Mühle geströmt. Die Flügel drehten sich und lockten zum Kindertag.
Hans-Gerd Gerdes, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Mühlen des Rüstringer Heimatbundes, führte die Kinder zusammen mit der Mühlenmaus „Moni“ durch das technische Denkmal, das seit 1977 ein Museum ist. Die Kinder vergnügten sich dabei auf das Feinste. Wie im Spiel ließen sie sich in die alte Technik der Erzeugung von Mehl einweisen und staunten nicht schlecht über die Arbeitsgänge in einer Mühle.
Viel Spaß hatten die Kinder auch beim Backen einer Maus aus leckerem Teig – insbesondere, weil viele kreative Modelle auf dem Backblech aus dem Ofen geholt wurden. Hans-Gerd Gerdes und Traute Luga hatten viele Tipps für die backenden Kinder bereit.
Heiß begehrt waren auch das Filzen von Schafwolle und das Basteln von farbenfrohen Blumen als Dekoration oder auch als Zopfband für Mädchen.
Der Leiter des Mühlenmuseums, Nils Meyer, zeigte sich mit der Resonanz des Kindertages sehr zufrieden – auch weil der Zustrom nicht abreißen wollte. Ständig erschienen neue Gäste und füllten sogar zur Mittagszeit das Mühlenareal.
Das nächste Großereignis findet am übernächsten Wochenende im Mühlenmuseum statt: das Rüstringer Mühlenfest am 25. und 26. August. Die Mühlenfreunde nehmen die alte Dreschmaschine wieder in Betrieb, und die „Rostheuler“ präsentierten liebevoll restaurierte Landmaschinen aus der Frühzeit der Mechanisierung der Landwirtschaft.
Die vier freiwilligen Müller Nils Meyer, Hans-Hermann Struß, Hans-Gerd Gerdes und Anton Günter Reumann erklären die Funktion der Mühle unter realen Bedingungen und zeigen, wie Getreide gemahlen wird. Unter der Regie von Frauke Kewer tanzt die Folkloregruppe „Lawai“.
