MOORSEE - Sie sind klein, produzieren Honig und können stechen – das weiß jedes Kind über die Bienen. Deutlich mehr wissen da die Imker – und die geben ihre Kenntnisse gerne weiter.
So veranstalteten das Museum Moorseer Mühle und der Imkerverein Butjadingen am Sonntag einen Aktionstag rund um die Biene. Der „Museums-Imker“ und Vorsitzende des Imkervereins Butjadingen, Henning Wessels, führte die Besucher zu seinen Bienenvölkern und erklärte nicht nur den Aufbau eines Bienenvolkes.
Bienen reagieren auf das Kohlendioxid, das Menschen ausatmen, deshalb sollte jeder den Atem anhalten, wenn eine Biene um ihn herum fliegt. Auch der Rauch aus der Imkerpfeife macht Bienen nicht etwa benommen, wie viele glauben, sondern regt sie sogar an. Die Biene geht bei dem Rauch instinktiv von einem Waldbrand aus und fängt an, sich mit Honig vollzufressen.
Auch gibt es im Bienenvolk sogar ganz harmlose Bienen, die keinen Stachel besitzen, erklärte Henning Wessels, und gab einem Kind so einen Drohn – eine männliche Biene – auf die Hand. Einige Besucher guckten dennoch skeptisch, als der Imker eine Magazinbeute öffnete und den Zuschauern den darin befindlichen Bienenstock mitsamt den daran hängenden Insekten präsentierte.
Der Imker konnte die Skepsis der Gäste allerdings verstehen und berichtete, dass selbst ein Imker vor Stichen nicht sicher sei. Ihm selbst sei erst kürzlich ein Bienenschwarm auf den Kopf gefallen, als er die Tiere einfangen wollte. Dabei habe er zahlreiche Stiche abbekommen.
Aber nicht nur die Führungen standen auf dem Programm, sondern es gab noch weitere Aktionen rund um die Biene. So konnten Kinder in der Mühle „Brummbienen“ basteln oder malen, während im Müllerhaus Honig geschleudert wurde.
Für die Verpflegung der Gäste sorgte das Cafe unter neuer Leitung ganz stilecht mit Honigbroten und Bienenstich.
