MOORWARFEN - Wenn am Dienstag, 29. Juli, der nächste Milchgipfel mit Bundes-Landwirtschaftsminister Horst Seehofer, den Vertretern der Molkereien und des Milchindustrieverbands in Berlin stattfindet, dann will der Bund Deutscher Milcherzeuger (BDM) ganz sicher sein, dass ein Großteil der deutschen Milchbauern hinter seinen Forderungen steht.
Am Donnerstag erläuterte BDM-Landwirt Ludwig Soeken aus Timmel rund 30 Milchbauern aus Friesland im Parkhaus Moorwarfen, was aus Sicht des BDM erforderlich ist. „Es geht darum, den Systemwechsel festzuzurren“, betonte Soeken: Künftig sollen nach Vorstellungen des BDM Bauern ihre Milch für einen definierten Zeitraum zum einheitlichen Preis verkaufen können.
Dabei gehe es um mehr als 43 Cent fürs Kilo Milch: „Erhalten wir Landwirte nur zehn Cent mehr, bedeutet das einen Wirtschaftsschub in den Regionen, wir sorgen für den Erhalt der Kulturlandschaft und damit des ökologischen Gleichgewichts“, sagte Soeken. Notwendig sei außerdem, dass der Umrechnungsfaktor von Liter in Kilo endlich von 1,02 auf 1,03 erhöht wird. „Seit 25 Jahren werden wir von den Molkereien um 1 Prozent unserer Milchmenge betrogen“, so Soeken: Laut Messungen der Bundesanstalt für Milchforschung in Kiel liegt das Gewicht von einem Liter Milch bei 1,0337 Kilo. Er rief die Landwirte dazu auf, sich an der BDM-Umfrage zu beteiligen und ihre Meinung kund zu tun.
