Friedeburg - Auch in Friedeburg gibt es einen ambulanten Hospizdienst. In einer Veranstaltungsreihe werden die verschiedenen Aspekte der Hospizarbeit vorgestellt. Den Auftakt machen Dr. med. Otto Schulze und Gabriele Klünder am Mittwoch, 24. September, 19.30 Uhr im ev. Gemeindehaus in Horsten: „Die Rolle des Palliativmediziners und der Palliativpflegekraft“.

Ausgangspunkt des Palliativkonzeptes ist die Forderung, dass jeder schwerstkranke Mensch ein Recht auf eine umfassende Betreuung und Begleitung hat. Wie auch jeder Mensch ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen hat. Zu einer umfassenden Betreuung gehören eine medizinische und eine pflegerische Versorgung, Kontakt zu anderen Menschen, welche Zeit und ein unbefangenes offenes Ohr haben, dazu gehören außerdem eine seelsorgerische Begleitung und ergänzende Therapien, die die Lebensbedingungen des schwerstkranken Menschen erleichtern oder gar verbessern können. Eine Betreuung, die diese fünf Angebote umfasst und speziell auf die letzte Lebensphase eines Menschen ausgerichtet ist, nennt man „Palliativversorgung“.

Eine solche Palliativversorgung muss sich natürlich jeweils nach der individuellen Lebenssituation des schwerstkranken Menschen richten. Sie stellt ein maximales Unterstützungssystem dar, aus dem die betroffenen Menschen nach ihren Wünschen wählen können. So kann möglicherweise manch längerer Krankenhausaufenthalt vermieden werden.

Viele schwerstkranke Menschen möchten so lange wie möglich ihre letzte Lebenszeit in vertrauter bzw. selbst gewählter Umgebung verbringen und dort auch sterben. Sie haben dann am ehesten Kontakt zu ihren Angehörigen, zu ihren Freunden und Nachbarn. Und auch diese Bezugspersonen können sich von dem palliativen Versorgungsnetzwerk unterstützen lassen, um die Belastungen während der Krankheit, während des Sterbens und während der Trauer zu bewältigen.

Wer wissen möchte, was die spezielle Palliativversorgung in den fünf verschiedenen Bereichen leisten kann und wie umfassend diese schon heute für die Gemeinde Friedeburg angeboten wird, der kann sich in der kostenfreien Veranstaltungsreihe informieren.

Dieser Veranstaltungsreihe ging in der Gemeinde Friedeburg ein Befähigungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiter des ambulanten Hospiz-Dienstes für den Landkreises Wittmund voraus. Er stand unter dem Motto: „Leben bis zuletzt“. Die „Hospizler“ aus Friedeburg werden in der zweiten Veranstaltung zusammen mit der Koordinatorin Erika Ihnken die regionale Hospizarbeit vorstellen (6. Oktober, 19.30 Uhr, Gemeindehaus Endelweg).