MOTZEN - Zwei Forschungsschiffe liegen derzeit auf der Fassmer-Werft in Motzen. Die rote „Aurelia“ (auf der Slipeinlage) ist zur Zwischenklasse bei Fassmer. Dabei wird unter anderem der Unterboden des Schiffes in Augenschein genommen, die Welle vermessen und die Seeventile überprüft. Die „Aurelia“ ist ein Forschungsschiff der RS Research Shipping GmbH in Bremen. Sie wurde 1988 in Russland gebaut.
Die blaue „Clupea“ (am Pier) wurde im vergangenen Jahr auf der Fassmer-Werft gebaut und von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner getauft (dieNWZ
berichtete).Das 28 Meter lange und 28 Millionen Euro teure Schiff wird bald in Nord- und Ostsee unterwegs sein, um die genauen Bestandsdaten von kommerziell genutzten Fischbeständen zu ermitteln. Der Heimathafen der „Clupea“ ist Rostock.
In Motzen werden an dem Forschungsschiff noch letzte Arbeiten vor der Übergabe durchgeführt. So wird zur Zeit ein ITAF-System am Schiff installiert, wie Betriebsleiter Michael Kuik erklärte. Das System soll Seepocken daran hindern, sich am Kühler des Schiffes festzusetzen.
Dazu greift man zu einem Trick: „In einem Zwischenraum zirkuliert warmes Wasser. Dieses muss zwischen 60 und 70 Grad Celsius warm sein“, berichtet Kuik. Die Pocken, die kältere Standorte bevorzugen, lassen dann von dem Schiff ab.
